Vier von hundert Deutschen sterben unnatürlich

Wiesbaden - Etwa vier von hundert Todesfällen in Deutschland haben keine natürliche Ursache, sondern sind die Folge von Unfällen oder Selbstmordversuchen.

Die häufigste nicht natürliche Todesursache ist dabei der Suizid, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Demnach nahmen sich im vergangenen Jahr 9 571 Menschen in Deutschland das Leben - 120 mehr als im Jahr zuvor. Drei Viertel (7 199) waren Männer. Insgesamt starben 31 832 Menschen im Jahr 2009 an nicht natürlichen Todesursachen, das sind 3,7 Prozent aller Sterbefälle.

Nach dem Suizid zweithäufigste Ursache waren dabei Stürze, durch die 8.492 Menschen ums Leben kamen. Bei Verkehrsunfällen starben 4 468 Menschen. 441 fielen Mord und Totschlag zum Opfer. Bei 7 218 nicht natürlichen Todesfällen wurde die Ursache nicht auf dem Totenschein vermerkt. Insgesamt starben im Jahr 2009 in Deutschland 854 544 Menschen, etwas mehr Frauen (449 575) als Männer (404 969). Herz- und Kreislauferkrankungen bleiben mit einem Anteil von 42 Prozent (356 462 Fällen) die häufigste Ursache. Allein an Herzinfarkten starben 60 153 Menschen, 56 Prozent davon Männer, 44 Prozent Frauen. 91 Prozent der Herz-Kreislauf-Toten waren mindestens 65 Jahre.

Zweithäufigste Todesursache bleiben Krebserkrankungen. Bei einem Viertel aller Todesfälle war der Statistik nach ein Tumor die Ursache. Die häufigsten Formen bei Männern sind Darm-, Leber- und Lungenkrebs. Bei Frauen kommt Brustkrebs als häufige Ursache hinzu. Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle in Deutschland leicht um 1,2 Prozent an. Die meisten Werte blieben stabil, den größten Anstieg gab es bei Erkrankungen der Atemwege. Die Todesfälle erhöhten sich hier von 59 049 auf 63 304.

dpa

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