Vorgeschriebene Audio-Überwachung in Krümmel nicht in Betrieb

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Atomkraftgegner demonstrieren vor dem Kernkraftwerk Krümmel in Geesthacht für die Stilllegung des Atomkraftwerkes.

Berlin  - Die von der Kieler Atomaufsicht vorgeschriebene Audio-Überwachung im Atomkraftwerk Krümmel ist am vergangenen Samstag offenbar noch nicht in Betrieb gewesen.

Die Tageszeitung “Die Welt“ (Montagausgabe) berichtet, dies hätten Mitarbeiter von Vattenfall Europe ebenso wie das aufsichtführende schleswig-holsteinische Sozialministerium bestätigt. Aufzeichnungen hätten Aufschluss über die Umstände der Schnellabschaltung des Reaktors bringen können.

Am 25. Februar dieses Jahres hatte das Kieler Ministerium den AKW-Betreiber Vattenfall zur Einführung der Audioaufzeichnungen auf der Reaktorwarte verpflichtet. Dies sei eine Anpassung an Sicherheitsstandards, die in anderen sicherheitsrelevanten Branchen seit vielen Jahren gängige, anerkannte und bewährte Praxis seien - beispielsweise in der Luft- und der Seefahrt.

Am 25. März reichte Vattenfall beim Oberverwaltungsgericht Schleswig Klage gegen die Anordnung ein. Das Ministerium forderte, dass Vattenfall die Anlage zur Audioüberwachung fristgerecht in Betrieb nimmt. Vattenfall erklärte sich zur Installierung der Anlage bereit, wollte diese aber zunächst nicht in Betrieb nehmen. Voraussetzung für den Einsatz seien klare Regelungen insbesondere mit Blick auf die Auswertung der Daten und den Datenschutz.

AP

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