Autodiebstahl: Starker Anstieg

Berlin - Die Zahl der Verbrechen in Deutschland ist laut einem Bericht weiter zurückgegangen. Allerdings nahmen Autodiebstähle speziell in Grenzregionen drastisch zu.

Die Summe aller Straftaten sank im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent auf 6,04 Millionen. Das berichtet die Zeitung “Die Welt“ unter Berufung auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2009. Die Statistik will Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Mitte Mai vorstellen, wie es in dem Bericht heißt. Danach gab es in lediglich vier Bundesländern mehr Verbrechen als im Vorjahr: in Schleswig-Holstein (plus 1,1 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (plus 0,3 Prozent) sowie in Hamburg (plus 0,2 Prozent) und Berlin (plus 0,9 Prozent). Die größte Abnahme an Straftaten verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern (minus 6,1 Prozent), Sachsen (minus 5,5 Prozent) und das Saarland (minus 4,6 Prozent).

Über 30 Prozent mehr Autodiebstähle in Brandenburg

Laut der Kriminalstatistik 2009 nahm der Kfz-Diebstahl in den Grenzregionen zu Polen und Tschechien allerdings erheblich zu - nach dem Wegfall der Grenzkontrollen im Zuge der Erweiterung des europäischen Schengen-Raumes. Wie die “Welt“ schreibt, stieg die Fallzahl bei diesem Delikt in Brandenburg um 30,9 Prozent, insbesondere in den grenznahen Städten Eisenhüttenstadt, Forst und Schwedt. In Sachsen lag die Quote demnach mit 32 Prozent noch höher. Allein in Dresden wurden demnach 893 Fahrzeuge gestohlen, 338 mehr als im vorigen Jahr. Auch Bayern registrierte nach jahrzehntelangen Rückgängen demnach erstmals wieder eine Zunahme beim Autodiebstahl, und zwar um 4,9 Prozent.

dapd

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