Wetter-Fazit 2011: Rekord in den Bergen

Offenbach - Das Jahr 2011 war wieder deutlich zu warm. Besondere Wetterlagen im Frühjahr und Herbst trieben vor allem auf den Bergen die Temperaturen in die Höhe und sorgten dort für Rekorde.

Vermutlich werde 2011 in die Liste der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen vor rund 130 Jahren eingehen, sagte Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach, der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Eine Woche vor Silvester lag die Jahres-Durchschnittstemperatur um ein gutes Grad über dem langjährigen Mittelwert. Einziger zu kühler Monat war der Juli.

Sommer! Der heißeste Tag des Jahres

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Auf dem Hohenpeißenberg südwestlich von München sei 2011 das wärmste Jahr, das jemals dort gemessen wurde, sagte Kirsche. Die knapp 1000 Meter hohe Messstation wird seit 1781 betrieben und gilt als älteste Bergwetterstation der Welt. Sehr häufig hatte es in diesem Jahr sogenannte Inversionswetterlagen gegeben, bei denen sich in Bodennähe zäher Nebel hielt, auf den Bergen aber schönster Sonnenschein herrschte.

Zwar war der Sommer verregnet, aber insgesamt fällt die Niederschlagsbilanz wahrscheinlich negativ aus. In der vorletzten Woche des Jahres fehlten noch neun Prozent zum langjährigen Durchschnitt.

Das vorangegangene Jahr 2010 war nach 13 zu warmen Jahren in Deutschland das erste zu kühle gewesen. Weltweit allerdings war 2010 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor 160 Jahren.

dpa

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