Mädchen (2) verbrennt im Kinderzimmer - Prozess

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Das Mädchen war qualvoll verbrannt, nachdem die Mutter ein Grablicht in das Kinderzimmer gestellt hatte.

Würzburg/Hettstadt - Ein zweijähriges Mädchen aus Unterfranken war im März 2008 qualvoll verbrannt, nachdem die Mutter eine brennende Kerze in das Kinderzimmer gestellt hatte. Seit Dienstag steht die heute 30-Jährige vor Gericht.

Die Angeklagte aus der kleinen Gemeinde Hettstadt bei Würzburg räumte zu Prozessauftakt die Vorwürfe ein, es tue ihr leid. Sie muss sich seit Dienstag wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Brandstiftung vor dem Landgericht Würzburg verantworten.

Das Gericht will klären, ob die minderbegabte Frau in eine Psychiatrie muss. Der Verteidiger der 30-Jährigen erklärte dem Gericht, seiner Mandantin sei mittlerweile klar, dass man keine brennenden Kerzen in Kinderzimmer stellen dürfe. Die Angeklagte gilt als minder intelligent und wird seit 2002 betreut.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte die junge Mutter am 28. März 2008 ihre damals zwei und vier Jahre alten Mädchen ins Bett gebracht. Weil die Kleinen nicht schlafen konnten, soll die Frau einen Kassettenrekorder angeschaltet haben. Danach soll sie wegen der Dunkelheit ein brennendes Grablicht auf den Rekorder gestellt haben. Die ältere Tochter spielte am Rekorder herum, die Kerze fiel um und entzündete das Bett der Schwester. Die Mutter, ihr Lebensgefährte und die Vierjährige konnten sich noch retten, die Zweijährige verbrannte.

dpa

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