Netflix kommt / Trend zum Abruf-TV

Auf dem Weg zum „neuen Fernsehen“

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Offenbach - Experten sprechen von einer „kleinen Revolution“: Dass die weltgrößte Internet- Videothek jetzt nach Deutschland kommt, gilt als Zäsur. Der Trend, der bei Jugendlichen längst zu beobachten sei, werde sich jetzt beschleunigen. Von Peter Schulte-Holtey

„Man schaut, wann und wo man will, nicht wie es die Sendezeit vorschreibt“, sagt Medienforscher Winfred Kaminski. Für ARD, ZDF und Co. kündigen sich harte Zeiten an. Der Konkurrenzkampf um die Gunst der Zuschauer und im Geschäft mit Videos aus dem Internet wird in Deutschland demnächst noch härter. Der US-Riese Netflix hat seinen Start für Ende des Jahres angekündigt. Zum Abopreis äußerten sich Sprecher des Unternehmens nicht im Detail - er werde jedoch „niedrig“ ausfallen.

Winfred Kaminski, Leiter des Instituts für Medienforschung und Medienpädagogik in Köln, zeigt sich nicht überrascht von der Entwicklung: „Der technische Ausbau von Kabelfernsehen, Satellitenfernsehen und Videostreaming ist immer rasanter vorangeschritten und von den Jüngeren begeistert aufgegriffen worden, weil jetzt einmal mehr der TV-Konsum sich von den festen Programmschemata der Öffentlich-Rechtlichen löste.“

Nach den Beobachtungen des Professors ändert sich das Nutzerverhalten längst mit großer Geschwindigkeit. „Durch die neuen digitalen Portale - zum Beispiel YouTube - haben sich sprachlich und kulturell weitere Angebotshorizonte ergeben“, so Kaminski: „Vieles, was üblicherweise mit großer Zeitverzögerung bei uns angekommen wäre, wird jetzt fast zeitgleich mit der jeweiligen Erstausstrahlung geschaut.“ Der Nachholbedarf der „traditionellen Angebote“ sei enorm. „Teils versuchen sie ja durch eigene Mediatheken, den neuen Gewohnheiten zu entsprechen. Was aber fehlt, ist eine entsprechende eigenständige und auf dem Weltmarkt konkurrieren könnende deutsche Produktion. Hier hinken die Hiesigen ziemlich hinterher!“ Kaminski weist auf völlig veränderte Informationswege hin, wenn es um angesagte Filme oder Serien geht: „Da läuft sehr viel über ,Mund-zu-Mund-Propaganda’ und wiederum speziellen Informationsportalen und Empfehlungslisten, die teilweise via Facebook kursieren.“

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Nach Ansicht großer TV-Sender haben Kartellwächter Netflix geradezu den roten Teppich ausgerollt. Sowohl eine private Allianz von RTL und Sat.1, als auch die Öffentlich-Rechtlichen seien mit Plänen für eine senderübergreifende Video-Plattform erst jüngst am deutschen Kartellrecht gescheitert, sagte der Geschäftsführer der WDR Mediagroup, Michael Loeb. „Eine große, senderübergreifende Plattform für deutsches Fernsehen ist vor dem Markteintritt von Netflix nun nicht mehr möglich.“ Die Wettbewerbslage schade dem Medienstandort Deutschland, so ZDF-Experte Robert Amlung.

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