„Tatort“-Kritik

Hamburger Kommissar auf Abwegen

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In der „Tatort“-Folge „Mord auf Langeoog“ ermittelt Kommissar Nord-Kommissar Thorsten Falke auf der Nordsee-Insel anstatt in Hamburg. Ein spannender Krimi inmitten von Dünen, Wellen, Wind und kreischenden Seevögeln.

Es war der zweite Auftritt für Wotan Wilke Möhring als Nord-Kommissar Thorsten Falke: Der raue Straßenbulle mit dem Hart-aber-herzlich-Charme trug diesmal immer noch sein „Ramones“-Fanshirt und trank nach wie vor gerne Milch – aber ansonsten war in Falkes neuem Fall fast alles anders: Der Kommissar ermittelte nicht in seinem Hamburger Kiez, sondern auf der ostfriesischen Ferieninsel Langeoog, wo er seinen Freund und Ex-Kollegen Jan (Sebastian Schipper) besuchte.

Als in den Dünen eine Frauenleiche gefunden wurde und Jans junger Schwager der Hauptverdächtige war, mischte sich Falke ein und klärte den Fall, in dem es um Drogen und Erpressung ging – zum Ärger der eigentlich zuständigen Kommissarin Brandner, die von der ehemaligen Frankfurter „Tatort“-Ermittlerin Nina Kunzendorf wunderbar spröde gespielt wurde. Die isolierte Insel-Situation sorgte dafür, dass der Krimi extrem auf seine Hauptdarsteller fokussiert war, vor allem auf das Ermittlerduo – der impulsive Bauchmensch Falke wurde wieder von seiner jungen Kollegin Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) unterstützt.

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Langweilige Verhörszenen gab es nicht, stattdessen schickte Regisseur Stefan Kornatz die Kommissare auf Gaunerjagd in Kneipen und Dünen. Wellen, Wind, Gischt und kreischende Seevögel: Die kinoreif eingefangene maritime Atmosphäre war der heimliche Star dieses spannenden Krimis.

(ski)

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