Wasser ist die ideale Fitness-Maschine. Ach ja, und ein Tag im Schwimmbad oder am See kann außerdem richtig Spaß machen.

1000-mal so dicht wie Luft

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Buntes Treiben im Strandbad Langen: An warmen Sommertagen herrschen hier „Mallorca-Verhältnisse.“ Die Sonnenanbeter ballen sich möglichst nahe am Wasser, um die Seele baumeln zu lassen oder sich eine Abkühlung zu verschaffen. Doch Vorsicht: der nächste Sonnenbrand kommt bestimmt.

Frankfurt/Rhein-Main - Langsam, aber sicher hat sich die Sonne nach einem garstigen Winter wieder ihren Platz am Himmel zurückerkämpft. „Endlich“, seufzen wir auf, denn erst die Sonnenstrahlen geben uns das richtige „Sommer-Feeling“, erzeugen Glücksmomente und sorgen bei den Wasserratten für aufkeimende Unruhe.Von Jörn Polzin

Egal, ob es um Badeseen, Schwimmbäder oder Planschbecken geht - mit zunehmenden Temperaturen steigt die Vorfreude auf das kühle Nass. Das ist auch kein Wunder: Schwimmen ist gesund, heißt es schließlich im Volksmund. Und diese Erkenntnis wird seit jeher von Generation zu Generation weitergegeben. Auch oder gerade an die Wassermuffel.

Doch warum ist die Fortbewegung im Wasser, die nach wie vor eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten darstellt, eigentlich so gesund? Ganz einfach: Schwimmen aktiviert den gesamten Organismus. Der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Körper bringt den Kreislauf wie von selbst auf Touren. Die Folge nach einem längeren Training: Das Herzvolumen wird vergrößert, die Herzfrequenz sinkt und das Herz arbeitet ökonomischer.

Netter Nebeneffekt: Wer regelmäßig schwimmt, verbessert auch seinen Muskelaufbau - und damit auch die Chancen für eine knackige Strandfigur im Sommerurlaub. Bei aller Euphorie sollten jedoch gerade motivierte Schwimmanfänger nicht gleich übertreiben. Falscher Ehrgeiz ist hier fehl am Platze. Fünf bis zehn Minuten reichen am Anfang zunächst völlig aus, ehe das Pensum dann langsam gesteigert werden kann. Die Experten raten dazu, drei Mal in der Woche seine Bahnen zu schwimmen. Optimal sei dabei eine Wassertemperatur von 18 bis 25 Grad.

Erst nach einer halben Stunde stellt sich ein spürbares Ergebnis ein. Stetige Tempowechsel unterstützen den Trainingseffekt. Eine Verbesserung der Fitness wie beim Joggen erreicht man allerdings erst bei einem Training von dreimal pro Woche für mindestens eine Stunde.

Zudem hat das Schwimmen - nicht zuletzt für die etwas übergewichtigen Menschen - eine positive psychologische Wirkung. Im Wasser ist man nur ein Siebtel so schwer wie an Land. Der Auftrieb schont die Gelenke und vermittelt ein ganz anderes Körpergefühl. Da Wasser aber eine ungefähr tausendmal größere Dichte als Luft hat, ist viel Körpereinsatz gefragt - was einen erhöhten Kalorienverbrauch mit sich bringt. Wer also abnehmen will, ist im Becken gut aufgehoben. Dabei ist der Schwimmstil nebensächlich. Wichtig ist die richtige Ausführung der Technik. Sonst drohen unangenehme Nebenwirkungen. Beispiel Brustschwimmen: Eigentlich die geläufigste Schwimmart, dennoch machen es viele falsch. Musterbeispiel ist der vor allem bei Wasserscheuen vorkommende erhobene Kopf, der Spannungen in Kopf- und Nackenmuskulatur zur Folge hat. Wichtig ist auch die richtige Atmung. Wenn man auf dem Bauch schwimmt, gilt es ins Wasser auszuatmen, beim Rückenschwimmen ist es von Vorteil, die Ohren unter Wasser zu lassen. Wer empfindliche Augen hat oder Kontaktlinsen trägt, sollte eine Schutzbrille aufsetzen. Noch ein Tipp für diejenigen, denen Schwimmen zu langweilig erscheint: Freunde, Familie oder Kollegen mitnehmen, zusammen macht alles viel mehr Spaß!

Quelle: op-online.de

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