1.Mai von Alkohol getrübt

Rodgau - Es ist laut Veranstaltern eines der größten Feste in der Region rund um den 1.  Mai - das „große Familienfest für Groß & Klein, Jung & Alt“ der TGS Jügesheim. In Spitzenzeiten, so TGS-Sprecher Lothar Mark, kamen 5000 Besucher auf das Festgelände an der Heinrich-Roßbach-Anlage. Doch seit 2000 wuchsen die Probleme mit jüngeren Gästen.

Mit Lothar Mark sprach unser Redaktionsmitglied Heiko Wiegand.

Herr Mark, das Maifest Ihres Vereins wurde 2006 an einen anderen Ort verlegt. Was waren die Hintergründe?

Anfang des Jahrzehnts - so um 2000 - hat sich das Verhalten unserer Gäste schlagartig verändert. Früher hatten wir die 20- bis 30-Jährigen als Gruppe der Jüngeren bei uns zu Gast - Schulabgänger, junge Familien. Natürlich auch Ältere. Plötzlich waren die jüngsten 14 bis 18 Jahre alt. Sie haben ihre Getränke selbst mitgebracht ...

... Das ist an sich ja noch kein Grund, ein Fest an einen anderen Standort zu verlegen ...

Stimmt. Aber es gab einige Jugendliche, die es übertrieben haben. Mit ihrem Alkoholkonsum und mit ihrem Verhalten. Plötzlich mussten wir Nachtwachen stellen und am Morgen des 1. Mai alles neu herrichten, weil nachts dummes Zeug getrieben wurde. Der 1. Mai selbst war immer wieder getrübt von starkem Alkoholgenuss der jugendlichen Selbstverpfleger, wie ich sie mal nennen will.

Jetzt feiern Sie im Maingau-Stadion ...

... Ja, da ist alles eingezäunt, wir haben die Kontrolle. Und wir sprechen eine andere Zielgruppe an. Die TGS bietet nun ein Familienfest, mit einem Fußballturnier für Kinder. Unser Verein stellt sich mit all seinen Angeboten vor. Und am frühen Abend ist Schluss. Probleme mit Saufgelagen von Jugendlichen haben wir seither nicht mehr.

Quelle: op-online.de

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