69042 Läufer aus 2 708 Firmen

Frankfurt - J.P. Morgan Corporate Challenge - so sperrig der Name, so beliebt die Veranstaltung. Am morgigen Mittwoch (17.) geht der teilnehmerstärkste Lauf der Welt in der Frankfurter Innenstadt wieder über die Bühne. Selbst beim Marathon in New York sind weniger Läufer unterwegs. Von Ralf Enders

Und auch in Zeiten der Wirtschaftskrise hat der Firmenlauf nichts an Attraktivität verloren: 69 042 Läufer aus 2 708 Firmen machen sich nach Angaben der Veranstalter auf die 5,6 Kilometer lange Strecke. Um 19.30 Uhr fällt der Startschuss an den beiden Startpunkten Hochstraße (Start Nord) und Börsenstraße (Start Süd). Der Zieleinlauf wird wieder in der Senckenberganlage sein. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Horst Köhler.

Wir hatten uns angesichts des aktuellen Umfeldes auf weniger Teilnehmer eingestellt, aber nun freuen wir uns, dass dieser Rückgang milde ausgefallen ist und der Wettbewerb auch in diesem Jahr der größte Lauf der Welt bleibt“, sagte Dr. Karl Altenburg, Geschäftsführer für Deutschland, Schweiz und Österreich bei der US-Bank J.P. Morgan. Im vergangenen Jahr hatten sich noch 73 719 Läufer auf den Weg gemacht.

Dennoch bleibt eine stolze Summe des Benefizlaufs für junge, behinderte Sportler: Wie in den Vorjahren spendet jeder Teilnehmer 1,50 Euro. J.P. Morgan verdoppelt den Betrag, so dass pro Starter 3 Euro in den Behindertensport fließen, insgesamt also 207 126 Euro. Die Deutsche Sporthilfe wählt zusammen mit J.P. Morgan die Projekte aus. In den vergangenen Monaten zählten dazu: das Leichtathletik-Projekt der Speerwerferin Steffi Nerius in Leverkusen, die Rollstuhlfechter am Olympiastützpunkt in Tauberbischofsheim oder die Tischtennisspieler in Langen.

Das erste Rekordergebnis 2009 hat die Commerzbank eingefahren: 2 475 ihrer Angestellten laufen mit. Allerdings kommt die stolze Zahl dadurch zustande, dass das Institut die Dresdner Bank übernommen hat. Ansonsten lebt der Lauf vor allem von den kleinen Firmen, die die Mischung aus Sport, Spaß, Kollegialität, Kommunikation und Feiern für einen guten Zweck schätzen.

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Auch in anderen Städten wie Johannesburg, Singapur, New York oder London gibt es JPMCC, wie der Lauf abgekürzt heißt. An die Teilnehmerzahl in Frankfurt reicht aber keine andere Stadt auch nur annähernd heran. Das führt jedoch auch zu Problemen. Die Polizei rät Autofahrern dringend dazu, die Innenstadt am Mittwoch zu meiden. Wer sich dennoch mit dem Auto in die Stadt wagt, muss mit massiven Behinderungen rechnen. Gestartet wird in Hoch- und Goethestraße. Am Eschenheimer Tor finden die beiden Gruppen zusammen. Von dort geht es über Eschersheimer Landstraße, Universität, Taunusanlage, Mainzer Landstraße und Friedrich-Ebert-Anlage zur Senckenberganlage. Dann gibt es zahllose traditionelle Partys nach dem Lauf.

Quelle: op-online.de

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