Seeger muss im Juni vor Gericht

88-Jährige war ältestes Betrugsopfer von DSDS-Sieger

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Severino Seeger

Frankfurt - Der Gewinner der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“, Severino Seeger, hat Ärger mit der Justiz. Er muss sich, wie berichtet, demnächst wegen Betruges vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Dies bestätigte gestern ein Gerichtssprecher.

Seeger soll Mitglied einer Bande gewesen sein, die vor allem Kreditkartenbetrug an älteren Menschen beging. „Ich muss mich dafür verantworten“, hatte Seeger bereits am Sonntag gesagt. Doch weiter wollte er sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Der Schaden der durch Seeger verübten Taten beläuft sich laut Anklage auf knapp 19.000 Euro, ältestes Opfer sei eine 88-jährige Seniorin gewesen. Nach seiner Festnahme am 19. Dezember 2013 saß er knapp drei Wochen in U-Haft. Der Prozess gegen den 28-jährigen beginnt am 2. Juni.

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Vor Gericht statt auf der Bühne

Mehrere Mitglieder der Gruppe wurden bereits zu Freiheitsstrafen mit und ohne Bewährung verurteilt. Der Prozess gegen Seeger scheiterte zunächst an der Erkrankung des Richters. Später wurde er in Anbetracht der Show-Teilnahme verschoben. RTL wollte das Strafverfahren nicht näher kommentieren. „Natürlich werden wir nach Festlegung eines Urteils entsprechend reagieren, aber eben auch erst dann“, sagte eine Sendersprecherin. „Wer die Regel der Unschuldsvermutung nur halbwegs ernst nimmt, hält sich mit Spekulationen und Vorverurteilungen bis zum bevorstehenden Gerichtsentscheid zurück.“ An Seegers Wohnort Wächtersbach gibt es keine Pläne für einen Empfang des „DSDS“-Gewinners. „Es besteht kein Kontakt zu ihm oder der Familie“, hieß es von Seiten der Stadt.

dpa

Quelle: op-online.de

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