Abenteuer zweier Elfenkinder

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Hanna Zeiß.

Frankfurt/Rhein-Main - Das Leben auf dem heimischen Bauernhof muss die Fantasie von Hanna Zeiß angeregt haben. Die Zehnjährige aus Lindenfels im Odenwald ist eine von Deutschlands jüngsten Autoren. von Joachim Baier (dpa)

Ihre Gedanken hat sie in dem Kinderbuch „Elfenwind“ zu Papier gebracht, das vor kurzem im Verlag Petra Hennig (Bensheim) erschienen ist. Es handelt von den Elfenkindern Filice und Fojer, die mit ihrem Volk schon wieder umziehen müssen. „Damit veränderte sich ihr ganzes Leben“, schreibt Hanna. Die Abenteuer, die ihre Helden bestehen müssen, hat die Schülerin mit bunten Zeichnungen illustriert. Elfen, Feen, Kobolde und Zwerge haben Hanna schon immer fasziniert.

Hanna Zeiß: „Elfenwind“, Verlag Petra Hennig, 36 S., 16,80 Euro

Wer bei Hanna angemeldet ist, wird von ihr zu Hause an der Tür begrüßt. „Das bin ich“, antwortet sie auf die Frage nach der Autorin von „Elfenwind“, senkt bescheiden den Blick und bittet mit einer Handbewegung herein. Im Wohnzimmer berichtet sie dann, wie alles gekommen ist.

Ich war bei Sturm draußen und habe an Elfen gedacht“, erzählt sie. Die Erlebnisse von Filice und Fojer hat sie dann am Computer weitergesponnen. „Ich habe jeden Tag ein bisschen geschrieben.“ An ein Buch hat sie da noch gar nicht gedacht.

Die Geschichte ihrer Elfen bekamen Vater Alwin und Mutter Tanja zu Weihnachten geschenkt, die Seiten schön gestaltet und zusammengeheftet. Nichts Außergewöhnliches für Hanna. Schon mit sieben Jahren verfasste sie kurze Gedichte, später gestaltete sie mit poetischen Texten ein kleines Buch. In der Schule macht sie lieber Deutsch als Mathe.

Eine Vorliebe für Literatur hatte Hanna schon als kleines Kind. Gute-Nacht-Geschichten, bei denen Kinder einschlafen sollen, verfehlten bei ihr ihre Wirkung. Hanna blieb wach. „Sie wollte hören, wie die Geschichte ausgeht“, sagt Mutter Tanja. Heute zählen „Die grüne Hexe“ von Ursel Scheffler und „Das Geheimnis des Bücherhüters“ von Corinna Gieseler zu ihren Lieblingsbüchern.

„Elfenwind“ wäre im Stress der Feiertage fast in Vergessenheit geraten, hätte nicht die Oma eine Anzeige des Verlags Hennig gelesen und eine Kopie von Hannas Weihnachtsgeschenk hingeschickt. „Dann habe ich vom Verlag einen Brief bekommen, dass ich mich melden soll“, erzählt Hanna. Der Rest ging recht schnell. Für ihr Buch hat Hanna viel Lob bekommen. „Lehrer und Freunde haben mir gesagt, dass sie es toll finden.“

Wie es nach dem Erstlingswerk weitergeht, will Hanna noch nicht richtig verraten. „Ich habe eine Fortsetzung schon angefangen“, ist alles, was sich die Zehnjährige entlocken lässt. Da bleibt dann für ihre Hobbys wie Lesen und Klavierspielen nicht mehr ganz so viel Zeit. Dann wird sie sich auch ihrem Lieblingsstück, dem „Lied der Meermädchen“ aus der Oper Oberan von Carl Maria von Weber, nicht mehr so oft widmen können.

Quelle: op-online.de

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