Fluglärmprotest vor Privathäusern

Pro: Aber ja doch!

Fluglärm-Beschallung für prominente, auf ruhigen Taunushöhen wohnende Ausbau-Vorkämpfer? Aber ja doch! Die auf die Ohren von Mächtigen zielende Aktion reiht sich ein in die notwendigen Proteste der Ohnmächtigen. Von Matthias Dahmer

Lesen Sie auch das Contra: Grenze überschritten und Aktion bringt Fluglärm zurück zum Absender

Die Frage, ob damit Privatsphäre verletzt, somit eine Grenze überschritten wird, führt in die falsche Richtung. Die Beschallung ist angemeldet, nicht ungesetzlich und auf jeweils 20 Minuten beschränkt. Sie liefert den zwangsweisen Zuhörern somit nur einen Bruchteil dessen, was in Offenbach oder Flörsheim Tag für Tag zu ertragen ist. Der Vergleich mit Hooligans oder religiösen Eiferern, die Andersdenkenden mit Gewalt drohen, ist deshalb unangebracht.

Zudem werden hier nicht um Jobs bangende Fraport-Mitarbeiter belästigt, sondern jene, die sich bewusst und gut bezahlt für den Ausbau ins Licht der Öffentlichkeit gestellt haben. Mehr noch: In den Genuss von 85 Dezibel und mehr kommen auch die, die in der Geschichte des Flughafens das Kapitel der gebrochenen Versprechen geschrieben haben. Warum ist Ausbau-Minister Posch eigentlich nicht dabei?.

Quelle: op-online.de

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