Acht Jahre Haft für Tötung von Obdachlosem

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Nach der brutalen Tötung eines obdachlosen Mannes ist ein 22 Jahre alter Arbeitsloser am Freitag vom Landgericht Frankfurt wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

Frankfurt - Für eine brutale Tat schickt das Landgericht Frankfurt den Täter nun für acht Jahre hinter Schloss und Riegel.

Nach der brutalen Tötung eines obdachlosen Mannes ist ein 22 Jahre alter Arbeitsloser am Freitag vom Landgericht Frankfurt wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe liegt damit um zwei Jahre höher als nach dem ersten Prozess, bei dem der Angeklagte im Mai vergangenen Jahres noch zu sechs Jahren Haftstrafe verurteilt worden war.

Der stark alkoholisierte Mann hatte das 51 Jahre alte Opfer im Oktober 2008 in einem Kleingartengebiet am Frankfurter Riederwald zunächst geschlagen und entkleidet und später durch schwere Schläge auf Kopf und Gesicht getötet. Die nackte Leiche ließ er auf einem Wirtschaftsweg liegen, wo sie am nächsten Morgen von Fußgängern gefunden wurde.

Angeklagter hatte zu Vorwürfen geschwiegen

Wie auch im ersten Prozess blieben die genauen Motive für die mit ungewöhnlicher Brutalität ausgeübte Tat im Ungewissen. Der Angeklagte hatte diesmal zu den Vorwürfen geschwiegen und die Tat lediglich in seinem letzten Wort pauschal eingeräumt. Die Schwurgerichtskammer hatte nach einer erfolgreichen Revision der Staatsanwaltschaft besonders zu prüfen, ob der Angeklagte trotz seiner erheblichen Alkoholisierung mit bedingtem Tötungsvorsatz handelte.

Im ersten Urteil war dies noch verneint worden. Nach dem Ergebnis eines Sachverständigengutachtens habe der Angeklagte trotz eingeschränkter Steuerungsfähigkeit die Gefährlichkeit seines Handelns erkennen müssen, hieß es im zweiten Urteil. Deshalb müsse er wegen Totschlags und nicht nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt werden.

dpa

Quelle: op-online.de

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