Ältere Bäume im Stadtwald leicht erholt

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Wald.

Frankfurt (mic) - Die Bäume im Stadtwald haben den Wechsel zwischen feuchten und sehr trockenen Phasen in diesem Jahr besser verkraftet als die Bäume im bebauten Stadtgebiet. Ältere Bäume konnten sich gegenüber dem letzten Waldzustandsbericht 2010 etwas erholen.

Doch viele jüngere Bäume litten bei der Erhebung im Juli/August schon unter Trockenstress. Besonders junge Kiefern auf sandigen Böden warfen schon früh Nadeln ab. Insgesamt zeigte sich abermals die Buche als der vitalste Baum des Stadtwaldes. Dies geht aus dem Waldzustandsbericht des Grünflächenamtes hervor, den jetzt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) vorgestellt hat.

Stadtwald ist bedeutender Holzlieferant

Der Frankfurter Stadtwald ist nach ihrer Schilderung noch immer ein bedeutender Holzlieferant. Neben seiner Erholungsfunktion und seiner Bedeutung für das Stadtklima leistet er mit seinen gemischten Baumbeständen auch einen großen Beitrag zur biologischen Vielfalt und zum Erhalt seltener Tier- und Pflanzenarten. Etwa 1000 Hektar des Stadtwaldes sind deshalb als „FFH-Gebiete“ gemäß der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie geschützt und werden schon heute nach besonderen Prinzipien gepflegt.

Nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll der gesamte Stadtwald künftig nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) bewirtschaftet werden. Mit dem Waldzustandsbericht 2012 setzt die Abteilung StadtForst des Grünflächenamts deshalb einen Schwerpunkt auf einen wichtigen Aspekt der Waldökologie: Die Bedeutung von so genanntem Totholz für die biologische Vielfalt, für die Bodenqualität und die Widerstandskraft des Waldes gegen Massenvermehrungen einzelner Insektenarten.

Ziel: Belassen eines Totholzanteils

Ziel der hessischen Waldbaurichtlinie ist das Belassen eines Totholzanteils von mindestens 5 Prozent der Holzmasse. Die FSC-Zertifizierung verlangt eine Stilllegung von mindestens 5 Prozent der bewaldeten Fläche. Aus FFH-Gebieten dürfen keine wichtigen Biotop- oder Höhlenbäume entnommen werden.

„Die Zeiten, als der Wald noch fast gefegt wurde, sind schon lange vorbei“, sagte Heilig. „Wo immer es möglich ist, lassen wir abgestorbene Bäume stehen, nur direkt an Wegen und den Waldspielplätzen geht natürlich die Sicherheit vor.“

Quelle: op-online.de

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