Ärger bei Frankfurter Unternehmen

Frankfurt - Bei mehreren Frankfurter Chemieunternehmen brodelt es in der Belegschaft. Beschäftigte der Celanese-Gesellschaften Celanese, Ticona und Nutrinova zogen gestern zu einem Protestzug durch den Industriepark Höchst, um gegen die geplante erneute Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Ungarn Front zu machen.

Beim Clariant -Konzern ist der Betriebsrat zurückgetreten, nachdem das Unternehmen nach seinen Angaben die bisherige einvernehmliche Linie beim Abbau von Arbeitsplätzen verlassen habe. Diesen Vorwurf wies ein Unternehmenssprecher zurück.

Bei Celanese mit derzeit etwa 2300 Arbeitsplätzen im Rhein-Main-Gebiet sollen laut Gewerkschaft IG BCE 75 Arbeitsplätze der Verwaltung nach Budapest verlagert werden. Die IG-BCE-Bezirkschefin Catharina Clay hielt dem Unternehmen vor, die Krise zu missbrauchen. Weltweit habe es eine Umsatzrendite von um die 20 Prozent. „Bei Celanese ist die Not nicht groß.“

Bei dem Spezialchemikalienhersteller Clariant hofft der zurückgetretene Betriebsrat auf stärkeren Rückhalt in der Belegschaft. Die Neuwahlen sind laut Clay bereits eingeleitet, wobei die IG-BCE-Leute auch wieder anträten. Es sei darum gegangen, der Geschäftsleitung klar zu machen, dass sie auf die kooperative Linie beim Stellenabbau zurückkehren müsse. Clariant-Sprecher Michael Kraft sagte, man sei weiterhin an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat interessiert.

dpa

Quelle: op-online.de

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