Affäre „Cargo City“: Neue Beschuldigte

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Frankfurt - Bestechung, Betrug, Steuerhinterziehung und Untreue: Der Kreis der Beschuldigten bei der Korruptionsaffäre am Frankfurter Flughafen ist weiter gewachsen.

Der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu, zufolge erstrecken sich die Ermittlungen auf weitere zwei Geschäftsleute. Sie sollen Schmiergeld gezahlt haben, um bei der Vergabe von Erbbaugrundstücken auf dem Gebiet der Cargo City Süd zum Zuge zu kommen. Insgesamt werden nun zwölf Personen verdächtigt. Zu ihnen gehört ein Mitarbeiter des Flughafenbetreibers Fraport. Er war für den Bereich Erbbaurechte verantwortlich.

Laut Möller-Scheu sind die neuen Beschuldigten nicht aus Frankfurt. Es fanden Durchsuchungen ihrer Wohnungen und Büros statt. Möller-Scheu berichtete, dass man bestrebt sei, ihr Vermögen zu beschlagnahmen. Bei diesen „Arresten“ gehe es um insgesamt eine Million Euro. Allerdings liefen Beschwerden gegen dieses Vorgehen. „Diese liegen dem Landgericht zur Entscheidung vor“, so die Oberstaatsanwältin gestern. Unter den Beschuldigten befindet sich auch der bekannte Frankfurter Projektentwickler Ardi Goldman. In der Frankfurter Rundschau erklärte er, nur wegen Mitwisserschaft im Fokus der Ermittlungen zu stehen. Er bestreitet das.

(mic)

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Quelle: op-online.de

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