Alte Bekannte in neuen Perspektiven

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Neue Perspektiven einer alten Bekannten.

Frankfurt ‐ Frankfurts Skyline ragt weithin sichtbar in die Höhe und prägt den ersten Eindruck von der Stadt. Die Moderne so gewaltig vor Augen, könnte fast übersehen werden, dass die Mainmetropole neben Hochhäusern auch eine erkleckliche Zahl historischer Baudenkmale zu bieten hat. Von Christian Riethmüller

Trotz großer kriegsbedingter Zerstörungen und einer für die Stadt fast schon typischen Abrisswut künden nicht weniger als 4500 eingetragene Denkmale von der langen Geschichte der Stadt.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat in ihrer Monumente-Edition nun einen empfehlenswerten Bildband vorgelegt, der den Blick nicht nur auf bekannte Bauten wie beispielsweise den Kaiserdom, den Römer, die Paulskirche oder die Alte Oper lenkt, sondern auch kenntnisreich über die Architektur des 20. Jahrhunderts informiert. Die ist in Frankfurt nicht nur mit hochkarätigen Beispielen der Klassischen Moderne, wie etwa die Ernst-May-Siedlung mit dem Prototyp der Frankfurter Küche vertreten, sondern auch mit vom Denkmalschutz noch nicht inventarisierten Gebäuden wie den Wasserhäuschen, die gleichwohl für die Identität der Stadt eine wichtige Rolle spielen.

Selbst ausgewiesene Frankfurt-Kenner dürften aus den anschaulichen Texten von Angela Pfotenhauer noch manchen Erkenntnisgewinn ziehen und sich vor allem auch an den eindrucksvollen Fotos von Elmar Lixenfeld und Uwe Dettmar erfreuen. Ebenso erfreulich ist übrigens der Preis dieses Bandes: Die Broschur kostet 14,80 Euro, die Ausgabe mit Festeinband 19,80 Euro.

„Frankfurt! Frankfurt?“

Neue Perspektiven auf Frankfurt und die Rhein-Main-Region verspricht auch ein andere, vor kurzem erschienene Publikation, die in 44 unterhaltsamen Kapiteln Nicht-Frankfurter auf die Stadt blicken lässt. Herausgeber Christian Ankowitsch hat Autoren, Journalisten, Künstler, Cartoonisten, aber auch Architekten und Wirtschaftsvertreter um Einschätzungen zu Frankfurt gebeten und einen bunten Strauß an Liebeswürdigkeiten, Gehässigkeiten, Geistesblitzen, Deppertheiten und Banalitäten erhalten.

„Frankfurt! Frankfurt?“ (Societätsverlag, 14,80 Euro) bietet aber nicht nur erhellende, erheiternde oder schlicht verärgernde Eindrücke über Frankfurt im besonderen und die Region im allgemeinen, sondern ist nebenbei noch ein Fest für Liebhaber besonders gestalteter Bücher. Für den Druck wurde unterschiedlich schweres Papier verwendet, die Schrift in verschiedenen Typen gesetzt und dem Buch zudem noch ein Leineneinband und zwei verschiedenfarbige Lesebändchen spendiert. Solch einen Prachtband wollen Nicht-Frankfurter glatt geschenkt haben.

Quelle: op-online.de

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