Die alten Hasen

Frankfurt/Rhein-Main - Schöner, größer, höher – das ist das Motto für das rasante Entstehen neuer Shoppingcenter. Ältere Einkaufszentren geraten unter enormen Wettbewerbsdruck.

Isenburg-Zentrum

Für zehn Millionen Euro wurden 2008 in dem Zentrum - es hat 110 Geschäfte auf 38 500 Quadratmetern - unter anderem die zwei Parkhäuser (1600 Plätze) grundsaniert. Der neuen Konkurrenz will man laut Centermanagerin Andrea Wicht bei Bedarf mit einem anderen Branchenmix Paroli bieten. Viel mehr Sorgen mache man sich über das im Bau befindliche Zentrum in Weiterstadt - mit Autobahn, sehr großer Fläche und einer mit dem IZ vergleichbaren Mieterstruktur.

Hessen-Center

Im Osten Frankfurts wird das veraltete Hessen-Center erweitert und umstrukturiert. Für das Toom SB-Warenhaus wird im Untergeschoss ein Anbau errichtet. Im 1. Stock wird ein Bereich zu Büroräumen und zusätzlichen Mieteinheiten umgebaut. Ferner werden sieben Shops entkernt und umgebaut. Umsatz bei 36 000 Quadratmetern: geschätzte 138 Millionen Euro.

Main-Taunus-Zentrum

Neuen Schub hat jetzt der Hessische Verwaltungsgerichtshof den Sulzbachern verschafft. Er gibt grünes Licht für die Erweiterung um 12 000 Quadratmeter. Frankfurt hatte gegen den positiven Bauvorbescheid des Main-Taunus-Kreises geklagt. Die Verkaufsfläche beträgt derzeit fast 80 000 Quadratmeter, der geschätzte Umsatz 290 Millionen Euro.

Nordwest-Zentrum

100 Millionen Euro flossen im Jahre 2004 in einen 30 000 Quadratmeter großen Erweiterungsbau plus Bürohochhaus und neue Parkplätze. Derzeit bietet das Nordwestzentrum 90 000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Trotz des Flaggschiffs „My Zeil“ sieht man sich gut aufgestellt. „Auch als sichere Alternative zur Frankfurter Innenstadt für Familien, Frauen und Senioren“, sagt Geschäftsführer Georg Lackner. Täglich besuchen 38 000 bis 45 000 Menschen das Einkaufszentrum. Geschätzter Umsatz: 192 Millionen Euro.

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Quelle: op-online.de

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