Altersvorsorge Direktversicherung

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Rentner mit Direktversicherung können auch im Alter lachen.

Private Altersvorsorge ist heute zur Pflicht geworden. Am einfachsten geht das im Rahmen der Betriebsrente mit einer Direktversicherung. Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf diese Art der Absicherung. Doch das ist nicht der einzige Vorteil der Direktversicherung.

Grundsätzlich hat jeder Arbeitnehmer das Recht, einen Teil seines Gehalts in eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge umzuwandeln. Eine Möglichkeit der Betriebsrente ist die Direktversicherung. Dabei schließt der Arbeitgeber für seine Angestellten eine Kapitallebens- oder eine Rentenversicherung ab. Alternativ gibt es noch vier weitere Formen der Altersvorsorge: die Direktzusage, die Pensionskasse, die Unterstützungskasse und Pensionsfonds. Diese werden aber nicht von allen Arbeitgebern angeboten. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen stellen oft nur die Direktversicherung bereit, auf die alle Angestellten einen gesetzlichen Anspruch haben.

Auswahl der Versicherung

Der Arbeitgeber bestimmt den Versicherungsanbieter. Allerdings können die Arbeitnehmer über den Betriebsrat Einfluss auf die Auswahl der Direktversicherung nehmen oder selbst Vorschläge machen.

Welcher Versicherer am günstigsten ist, hängt stark von der Zahl der Beschäftigen ab, für die Verträge geschlossen werden sollen: Je mehr Arbeitnehmer das Unternehmen versichern will, desto höher sind im Allgemeinen die Rabatte und damit die spätere Rente. Wenn sich nur vereinzelte Mitarbeiter für eine Direktversicherung entscheiden, erhalten diese meist keinen Nachlass. Um die Kosten zu senken, sollten möglichst Verträge ohne Provision vereinbart werden. Das ist in der Regel schwierig, da die Unternehmen oft mit Versicherungsmaklern zusammenarbeiten, die sämtliche Versicherungen für die Firma abwickeln.

Kapitallebens- oder Rentenversicherung

Direktversicherungen, die bis zum 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, gelten als Kapitallebensversicherung. Die Mitarbeiter erhalten eine Einmalzahlung, sobald sie in Rente gehen.

Bei Verträgen, die nach diesem Stichtag abgeschlossen wurden, handelt es sich dagegen um eine Rentenversicherung mit einer monatlichen Rentenzahlung. Oft bieten diese Verträge zusätzlich einen Berufsunfähigkeits- oder einen Hinterbliebenenschutz.

Möglich sind auch fondsgebundene Policen. Hier werden die Beiträge in Investmentfonds angelegt. Diese Variante kann höhere Renditen erzielen als herkömmliche Policen.

Geringe Steuerabgaben

Die Auszahlung der Direktversicherung ist nach zwölf Jahren Laufzeit steuerfrei, wenn die Summe auf einmal ausbezahlt wird. Erhält der Sparer dagegen eine monatliche Rente, muss er die Beiträge versteuern. Diese nachgelagerte Besteuerung kann Vorteile bringen, denn häufig ist der Steuersatz im Rentenalter niedriger ist als im Arbeitsleben.

Vor allem für privatversicherte Arbeitnehmer ist eine Direktversicherung sinnvoll. Sie müssen im Gegensatz zu Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkasse keinen Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung abgeben.

Vorteile der Direktversicherung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Generell gilt: Viele Arbeitgeber übernehmen den kompletten oder einen Teil des Beitrags zur Direktversicherung. Für sie ist diese Art der betrieblichen Altersvorsorge unkompliziert. Sie brauchen nur die Beiträge zu überweisen. Die Verwaltung der Verträge übernimmt weitgehend der Versicherer.

Ein großer Vorteil der Direktversicherung für den Arbeitnehmer ist, dass bei einem Jobwechsel die Ansprüche leicht übertragen werden können. Es fallen weder neue Abschlusskosten noch eine erneute Gesundheitsprüfung an. Der neue Chef kann den Vertrag fortführen. Eine Verpflichtung dazu besteht allerdings nicht.

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