Altersvorsorge durch eine Direktversicherung

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Eine Direktversicherung schützt Sie zusätzlich zur gesetzlichen Altersvorsorge.

Interessieren Sie sich für den Abschluss einer Direktversicherung? Dann sollten Sie verstehen, wie sie funktioniert und ob die an Ihrem Arbeitsplatz angebotene Versicherung sinnvoll ist. Hier bekommen Sie die wichtigsten Informationen.

So funktioniert eine Direktversicherung

Die Direktversicherung ist eine Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge – oft die einzige, die Ihnen zur Verfügung steht. Dabei schließt der Arbeitgeber eine Renten- oder Kapitallebensversicherung für seine Angestellten ab. Er bestimmt auch den Versicherungsanbieter.

Sind Sie privat versichert, ist eine Direktversicherung besonders vorteilhaft für Sie. Denn in der Auszahlphase müssen Sie keine Beiträge an die Krankenkasse zahlen. Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse müssen jedoch den vollen Betrag für Krankenversicherung und Pflegeversicherung begleichen.

Haben Sie vor dem 1. Januar 2005 einen Vertrag abgeschlossen, können Sie eine Einmalzahlung in Anspruch nehmen. Im Gegensatz zu neueren Verträgen der Direktversicherung: Hier ist eine Verrentung – also die Auszahlung in regelmäßigen, monatlichen Beträgen – vorgeschrieben. Beide Auszahlungsformen sind steuerpflichtig. Ist der Steuersatz im Rentenalter niedriger als während des Berufslebens, bringt Ihnen diese nachgelagerte Besteuerung meistens Vorteile. Einziger Unsicherheitsfaktor sind die Beiträge der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung – die zukünftigen Beiträge sind vorher kaum kalkulierbar.

Kosten einer Direktversicherung

Ein Merkmal für eine gute Versicherung ist eine garantierte Rente. Diese sollte schriftlich im Versicherungsvertrag fixiert sein. Günstige Versicherungen haben einen Sparanteil von 80 Prozent. Ist dieser hoch, haben Sie einen Hinweis für vergleichsweise niedrige Kosten. Denn der Kostenanteil sollte nur etwa 20 Prozent betragen. Schließen Sie möglichst einen Vertrag ohne Provision ab. Das reduziert die Kosten zusätzlich.

Die Direktversicherung in Ihrem Unternehmen

Informieren sie sich bei Ihrem Chef, welche Art der Direktversicherung Ihre Firma anbietet. Oft klären Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht genug über die Möglichkeit einer Direktversicherung auf. Lassen Sie sich davon nicht beirren und wenden Sie sich an die Personalabteilung. Sie ist Ihr Ansprechpartner. Manchmal geben auch Betriebsräte Auskunft zur Direktversicherung. Bekommen Sie an Ihrer Arbeitsstelle nur unzureichende Informationen, holen Sie sich Rat bei unabhängigen Versicherungsberatern oder Verbraucherzentralen.

Wechseln Sie Ihre Arbeitsstelle nach Abschluss einer Direktversicherung, kann Ihr neuer Chef den Vertrag fortführen. Er ist dazu jedoch nicht verpflichtet. Alternativ können Sie das Kapital mitnehmen und über Ihren Arbeitgeber einen neuen Vertrag abschließen.

Weitere Varianten der betrieblichen Altersvorsorge

Die Direktversicherung ist nicht die einzige Möglichkeit, eine Betriebsrente abzuschließen. Folgende Möglichkeiten haben Sie in manchen Unternehmen:

  • Direktzusage
    Der Arbeitgeber verpflichtet sich dem Angestellten oder seinen Angehörigen im Versorgungsfall – Rentenalter, Invalidität oder Tod – einen vereinbarten Betrag zu zahlen. Dafür bildet er sogenannte Pensionsrückstellungen, die er von der Steuer absetzen kann.
  • Pensionskasse
    Pensionskassen zählen im Aufsichtsrecht als Versicherungen. Die Versicherung durch die Pensionskasse funktioniert im Grunde wie eine Direktversicherung.
  • Pensionsfonds
    Er bietet Arbeitgebern und Arbeitnehmern mehr Flexibilität als die anderen Varianten der Altersvorsorge. Die Beiträge dürfen durch Pensionsfonds verstärkt am Aktienmarkt angelegt werden. Dadurch ergibt sich allerdings ein höheres Risiko.
  • Unterstützungskasse
    Meist sind Unterstützungskassen eingetragene Vereine. Sie haben, ähnlich der Direktzusage, ein Sicherheitsnetz im Falle einer Insolvenz des Arbeitgebers. Die Zahlungen werden entweder ausschließlich vom Arbeitgeber geleistet oder vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers finanziert.

Quelle: op-online.de

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