Gericht verurteilt Todesfahrer

Frankfurt - Das Amtsgericht Frankfurt hat einen Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil dieser einen Jungen überfahren hat. Das Kind starb damals an den Folgen des Unfalls.

Er ignorierte eine rote Ampel und überfuhr deshalb einen Fünfjährigen: Wegen fahrlässiger Tötung ist ein 20 Jahre alter Mann heute vom Amtsgericht Frankfurt zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Aus Gründen, „die ich mir heute nicht mehr erklären kann", hatte der Autofahrer am 17. November vergangenen Jahres Gas gegeben, obwohl die Ampel im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach schon mehrere Sekunden lang auf Rot stand. Der plötzlich hinter einem Auto hervorkommende Junge wurde von dem Wagen erfasst, er starb im Krankenhaus.

Der Unfallfahrer war zuvor weder strafrechtlich oder sonst im Straßenverkehr belangt worden. Die Staatsanwaltschaft sowie die als Nebenkläger vertretenen Eltern des Jungen hatten einen zweijährigen Gefängnisaufenthalt für den jungen Mann gefordert. Der tödliche Unfall hatte seinerzeit für Kritik an der Verkehrssituation geführt. Kurze Zeit später wurde an der Ampelanlage ein Blitzer montiert.

dpa

Quelle: op-online.de

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