Angestellte videoüberwacht: 7000 Euro Entschädigung

Frankfurt - Weil ein Arbeitgeber eine Angestellte mit einer Videokamera dauerüberwacht hat, muss er 7000 Euro Entschädigung zahlen.

Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der 24-Jährigen sei unverhältnismäßig gewesen, teilte das Hessische Landesarbeitsgericht heute in Frankfurt mit. Die Kamera war auf den Eingangsbereich der Zeitarbeitsfirma sowie den Arbeitsplatz der Frau gerichtet.

Der Arbeitgeber argumentierte, die Kamera sei nicht ständig eingeschaltet gewesen und diente dem Schutz der Mitarbeiter. Diese Begründung wies das Gericht ab. Eine Kameraausrichtung nur auf den Eingangsbereich wäre möglich gewesen. Die Entscheidung fiel bereits im Oktober 2010.

dpa

Quelle: op-online.de

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