Polizist stoppt Angreifer mit Schuss ins Bein

Darmstadt - Mit einem gezielten Schuss ins Bein hat ein Polizist in Darmstadt einen 48-jährigen bewaffneten Angreifer gestoppt. Der Mann war am Dienstagabend mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser auf eine Streife losgegangen, wie die Polizei berichtete.

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Sie war zu ihm in die Wohnung gerufen worden. Die Beamten hatten den Mann den Angaben zufolge mehrmals aufgefordert, das Messer wegzulegen. Erst am Dienstagmorgen hatten Polizisten in Frankfurt einen mit einem Messer bewaffneten 28-Jährigen im Hof eines Krankenhauses erschossen.

Mitte Januar hatten Beamte in Rüsselsheim einen flüchtenden Bankräuber angeschossen. Bei dem Vorfall in Darmstadt hatten Nachbarn des Mannes die Feuerwehr alarmiert, weil Rauch aus der Wohnung quoll. Die Feuerwehr brach die Eingangstür auf. Sie traf auf den bewaffneten Bewohner und rief die Polizei. Bei ihrem Eintreffen habe der möglicherweise geistig verwirrte Mann die Polizisten mit dem Messer angegriffen, hieß es weiter.

Die Polizisten hätten zunächst vergeblich versucht, den Angreifer mit Pfefferspray außer Gefecht zu setzen. Daraufhin traf einer der Beamten den 48-Jährigen mit einem Schuss in den linken Oberschenkel. Der Verwundete kam ins Krankenhaus. Lebensgefahr bestand den Angaben zufolge nicht. Er soll in eine psychiatrische Klinik verlegt werden. Laut Polizei war der Mann schon vorher wegen schwerer häuslicher Gewalt auffällig geworden. Ursache für den Rauch in der Wohnung war angebranntes Essen.

dpa

 

Quelle: op-online.de

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