Anklage gegen „Morgenlicht“

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Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den „Morgenlicht“-Attentäter erhoben.

Frankfurt ‐ Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den „Morgenlicht“-Attentäter erhoben. Der 50 Jahre alte Ein-Euro-Jobber soll seit Oktober 2009 in Frankfurt Brandanschläge auf zwei Bankhäuser, eine Zeitarbeitsfirma und einen Drogeriemarkt verübt sowie Autos in Brand gesteckt haben.

Zudem beschuldigt die Staatsanwaltschaft den gelernten Betriebswirt, an Ministerpräsident Roland Koch (CDU) eine Bombenattrappe geschickt zu haben. Wie eine Sprecherin sagte, drohen bis zu zehn Jahre Haft. Die Anklage lautet auf Brandstiftung, Störung des öffentlichen Friedens sowie Bedrohung.

In Bekennerschreiben soll der Täter unter dem Decknamen „Bewegung Morgenlicht“ soziale Probleme vor allem der Arbeitnehmer als Motiv genannt haben. Nach Angaben der Ermittler wollte der Angeschuldigte darin den Eindruck erwecken, hinter der „Bewegung Morgenlicht“ stecke eine Personengruppe. Stets habe er betont, keine Menschen bei den Anschlägen gefährden zu wollen.

Die Brandsätze verursachten Ende Oktober und Anfang November in den beiden Bankfilialen Schäden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Im Namen von „Antikapitalistischen Zellen“ setzte der Mann mit Benzin kurz vor Silvester mehrere Autos in Flammen. Ende Januar soll der Beschuldigte Benzin und Grillanzünder in den Briefkasten der Zeitarbeitsfirma geworfen haben. Etwa eine Woche später traf ein Brandsatz aus Benzin, Papier und Grillanzündern den Drogeriemarkt. Koch erhielt die Rohrbombenattrappe Ende Januar nach seinen Äußerungen über arbeitsunwillige Hartz-IV-Empfänger. Sie sei ein Protest gegen Kochs Forderung nach einer Arbeitspflicht von Hartz-IV-Empfängern, hieß es in einem Brief.

dpa

Quelle: op-online.de

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