Anklage gegen mutmaßlichen „Morgenlicht“-Attentäter

Frankfurt - Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den mutmaßlichen „Morgenlicht“-Attentäter erhoben. Der 50 Jahre alte Betriebswirt soll seit Oktober 2009 in Frankfurt Brandanschläge auf zwei Bankhäuser, eine Zeitarbeitsfirma und einen Drogeriemarkt verübt sowie Autos in Brand gesteckt haben.

Zudem wird ihm zur Last gelegt, an Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) eine Bombenattrappe geschickt zu haben, wie die Staatsanwaltschaft heute mitteilte. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Die Anklage lautet auf Brandstiftung, Störung des öffentlichen Friedens sowie Bedrohung. In mehreren Briefen aus der Untersuchungshaft an Koch, die Frankfurter Polizei, Medien und an Bekannte sowie bei der Vernehmung räumte der Mann die Taten ein.

In Bekennerschreiben soll der Täter unter dem Decknamen „Bewegung Morgenlicht“ soziale Probleme vor allem der Arbeitnehmer als Motiv genannt haben. Nach Angaben der Ermittler wollte der Angeschuldigte in den Schreiben den Eindruck erwecken, hinter der „Bewegung Morgenlicht“ stecke Gruppe. Stets habe er betont, keine Menschen bei den Anschlägen gefährden zu wollen. Videoaufnahmen von zwei Tatorten und aus einem Internet-Café, von dem eines der Bekennerschreiben abgesetzt worden war, brachten die Ermittler auf die Spur des 50-Jährigen.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Pixelio / TommyS

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