Anlaufpunkt für „Kids on Tour“

Bahnhofsmanager Scholz begrüßt „Jubiläumskind“ Paul Göller.

Frankfurt - Andächtig sitzen die Jungs und Mädchen aus der Kindertagesstätte „Altes Rathaus“ aus Frankfurt-Fechenheim auf den noch jungfräulichen Matten und lauschen den Sätzen der „Großen“. Von Sonja Thelen

Die „Großen“, das sind all die Offiziellen, die gestern zur Eröffnung der neuen „Kinderlounge“ in den Räumen der Bahnhofsmission am Frankfurter Hauptbahnhof gekommen waren und Reden hielten.

In die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Hauptbahnhofs hatte die Deutsche Bahn die Präsentation dieses neuen Spielzimmers eingebettet - nach Köln, Nürnberg und Essen die vierte Kinderlounge an einem deutschen Bahnhof. Das Angebot richtet sich vor allem an allein reisende Kinder, aber auch an Familien, die beim Umsteigen Pausen überbrücken müssen.

100 000 Euro hatten Durchbruch, Umbau und das Einrichten der Kinderlounge gekostet, berichtete Bahnhofsmanager Heiko Scholz und betonte: „Endlich ist es geschafft.“ An sich sollte die Lounge schon vor einem Jahr fertig sein. Doch zunächst musste man Platz schaffen und die Räumlichkeiten der Bahnhofsmission erweitern. Dafür wurde ein angrenzender Personalraum geräumt und dieser mittels eines Durchbruchs in die Bahnhofsmission integriert.

Wie Ulrich Schäferbarthold vom Caritas-Verband - neben dem Diakonischen Werk einer der Träger der Bahnhofsmission - erläuterte, wurde das Spielzimmer in einem Beschäftigungsprojekt der hauseigenen Schreinerei von jungen Auszubildenden hergerichtet. Ausgestattet ist es mit einer Kletterwand, Sofa, Stühlen, bunten Regalen, Gesellschaftsspielen, Lego und vielem mehr. Damit sollen sich die Sechs- bis 14-jährigen „Kids on Tour“ die Zeit vertreiben.

Wie beispielsweise der zehn Jahre alte Paul Göller. Er war gestern das 50 000 „Kids on Tour“, durfte bei seiner Weiterfahrt nach Offenburg in der neuen Kinderlounge Station machen und sie mit den Kindern aus Fechenheim testen. So auch den „Bobbytrain“, den Manager Scholz als Geschenk mitgebracht hatte. Für die Frankfurter Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld ist die Kinderlounge ein wichtiger Beitrag zur Familienfreundlichkeit am Bahnhof. Auch Michael Frase, Leiter des Diakonischen Werkes in Frankfurt, lobte die Kinderlounge als einen „wichtigen Baustein für eine menschenwürdige und adäquate Betreuung“.

Quelle: op-online.de

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