Antivirenprogramm: Sicher arbeiten mit dem Computer

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Ein Antivirenprogramm schützt Ihren Rechner gegen Angriffe aus dem Internet.

Sie sind unsichtbar und lauern im Internet auf vielen Websites: Computerviren. Ein Antivirenprogramm gehört deshalb zur Grundausstattung eines jeden Computers. Bereits die kostenlosen Basisversionen der Programme bieten einen guten Schutz.

Arten von Computerviren

Der Begriff "Virus" hat sich heute als Oberbegriff für Computer-Schädlinge aller Art etabliert. Grundsätzlich wird zwischen Boot-Viren, Datei-Viren und Makro-Viren unterschieden:

  • Bootviren werden bereits beim Starten des Betriebssystems ausgeführt. Dieser Vorgang heißt „Booten“.
  • Datei-Viren lagern sich an Programmdateien an und verbreiten sich, wenn diese aufgerufen werden. Sie stellen eine besondere Herausforderung für die Sicherheitsprogramme dar – ein gutes Antivirenprogramm kann die Datei-Viren aber neutralisieren.
  • Makro-Viren pflanzen sich auch unabhängig vom Betriebssystem fort. Sie sind in ein anderes Programm eingebettet und dadurch relativ einfach zu programmieren.

Trojaner, Hoaxes und Würmer

Neben den „klassischen“ Viren gibt es weitere Arten von Schädlingen, sogenannter Malware:

  • Ein Wurm infiziert keine Dateien, sondernd vervielfältigt sich selbst, nachdem er einmal ausgeführt wurde. Er wird am häufigsten über das Internet und E-Mails auf andere Rechner übertragen.
  • Trojanische Pferde sind Programme, die sich als nützliches Tool tarnen. Sie richten Schaden an, vermehren sich aber nicht wie ein Virus.
  • Hoaxes sind mit einem Virus versehene Falschmeldungen. Sie setzen auf eine Verbreitung durch den Computernutzer selbst: Sie warnen vor einem angeblichen Virus und werden in dem Glauben, anderen zu helfen, weiterverbreitet.

Kostenlose Antivirenprogramme bieten Basisschutz

Beinahe jeder ungeschützte Computer wird früher oder später von einem schädlichen Programm befallen. Viele Internetnutzer sind unsicher, wie sie sich vor einem Virus schützen können. Kostenlose Antivirenprogramme sind besser als ihr Ruf – die meisten bieten einen zuverlässigen Basisschutz. Das Antivirenprogramm kontrolliert in Echtzeit alle Dateizugriffe und blockiert verdächtige Vorgänge. Es durchsucht die Festplatte entweder in festen Abständen oder nach manueller Anforderung nach Viren.

Ein Nachteil dieser Art von Software ist, dass das Antivirenprogramm die Downloads aus dem Internet nicht auf Viren prüft. Auch ein erweiterter E-Mail-Schutz fehlt meist. Das bedeutet: E-Mails werden beim Öffnen nicht auf einen eventuellen Virenbefall geprüft.

Inzwischen ist beinahe jedes Antivirenprogramm so weit entwickelt, dass es einen entdeckten Virus selbstständig bekämpft. Das bedeutet in der Regel, dass die betroffene Datei gelöscht wird.

Vorsicht vor falscher Antivirensoftware

Ein Antivirenprogramm ist nur dann wirksam, wenn es aktuell ist. Eine regelmäßige Aktualisierung der Software ist daher wichtig. Die Hersteller der Virenschutzprogramme bieten Updates ihrer Software im Internet an.

Immer öfter versuchen Internetkriminelle, den Nutzern falsche Antivirensoftware anzudrehen. Sie versenden gefälschte Warnungen, der PC sei mit Malware infiziert. Diese erscheinen in einem separaten Browserfenster und sehen den Meldungen seriöser Antivirenprogramme täuschend ähnlich. Anwender sollten deshalb misstrauisch gegenüber plötzlich auftauchenden Softwareangeboten sein und ihr Antivirenprogramm nur über seriöse Anbieter beziehen.

Quelle: op-online.de

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