Nachhaltigkeit und Sortenvielfalt fördern

Apfelbäume suchen Paten

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Paten für Apfelbäume gesucht

Frankfurt - „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben. Von Christian Riethmüller

Selbst wenn sich dieses Zitat nicht belegen lässt, gehört das Pflanzen eines (Apfel-)Baums für viele Menschen auf jene Liste der Dinge, die sie in ihrem Leben erledigt haben möchten. Aber nicht jeder hat einen Garten oder die nötige Muße, einen Schößling zu hegen und zu pflegen. Hier gibt es nun Abhilfe: die Baumpatenschaft. Zum 50-jährigen Bestehen des Obsthofes am Steinberg im Frankfurter Stadtteil Nieder-Erlenbach will Obstbauer und Apfelwinzer Andreas Schneider auf der Apfelwiese „Am Mutzengraben“ insgesamt 936 neue Apfelbäume verschiedener historischer Sorten anpflanzen. Für diese Bäume sucht Schneider nun in einem großangelegten Projekt sogenannte Baumpaten.

Der umtriebige Schneider, der sich nicht nur mit seinen erstklassigen Produkten, sondern auch als Mitorganisator der Messe „Apfelwein weltweit“ einen Namen gemacht hat, will mit seinem Projekt nicht nur an die Gründungsgeschichte des von seinen Eltern einst mit der Anpflanzung von 2200 Apfelbäumen gestarteten Obsthofs anknüpfen, sondern auch zum Erhalt und zur Förderung heimischer Streuobstwiesenbeitragen. Außerdem ist es dem Obstbauer seit jeher ein Anliegen, historische Obstsorten vor dem Aussterben und Vergessen zu bewahren.

Für seine neue, kontrolliert biologisch bewirtschaftete Apfelwiese hat er daher 16 nur noch selten angebaute Sorten wie die „Rote Sternrenette“ oder die „Graurenette“ ausgewählt, die hocharomatisches Tafelobst liefern. Bis es soweit ist, müssen potentielle Baumpaten aber nicht einige Jahre lang mit Gießkanne oder Astschere bewehrt bei Fuß stehen. Die Pflege und den Schnitt der Bäume übernimmt Schneiders Obsthof-Team. Mit einer Baumpatenschaft, die in den Kategorien „Klassik“ für 49,90 Euro im Jahr, „Premium“ für 79,90 Euro pro Jahr oder „Deluxe“ für 99,90 Euro pro Jahr angeboten werden, fördern die Paten vielmehr das Nachhaltigkeit und Sortenvielfalt verschriebene Projekt. Die Paten erhalten als Gegenleistung Naturalien wie Apfelsaft und -wein, verschieden rabattierte Gutscheinkarten sowie eine Urkunde. Zudem wird ihr Name auf eigens gebrannten und beschrifteten Tontafeln neben „ihrem“ Baum verewigt.

Beim Kelterfest an diesem Samstag (13. September) ab 11 Uhr wird Andreas Schneider bei zwei Führungen um 15 und um 17 Uhr ausführlich über das Patenschaftsprojekt, das sich auch als Geschenk gut eignet, informieren. Um Anmeldung für die Führungen unter der Rufnummer 06101/41522 wird gebeten. Informationen zur Baumpatenschaft auch unter der Rufnummer 06101/9875725 (10 bis 18 Uhr sowie auf der ausführlichen Webseite www.obsthof-am-steinberg.de

Quelle: op-online.de

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