Auf einen Apfelwein in den Römer

Frankfurt - Die Winzer kommen nicht nur aus Hessen, sondern auch aus Finnland oder Japan: Zum dritten Mal hat sich Frankfurt am Sonntag als „Welthauptstadt des Apfelweins“ präsentiert.

Anbieter aus sieben Ländern präsentieren in den Römerhallen rund 250 Produkte. Darunter sind auch Apfelsekt, Weinbrände oder Apfelsherry aus dem Odenwald, Nordhessen und der Rhön. Mit 65 Ausstellern sind 15 mehr vertreten als im Vorjahr, wie Organisator Michael Stöckl berichtet. Exotischster Gast ist ein Apfelwein-Produzent aus Japan.

Dort wird aus einer Sorte von Jonathan-Äpfeln ein aromatischer Wein gekeltert. International ist Apfelwein vor allem auch in Frankreich, England und Nordspanien populär. In Deutschland werden jährlich knapp 40 Millionen Liter Apfelwein getrunken - der Großteil davon in Hessen. Im vergangenen Jahr ist der Absatz nach Angaben der Kelterer trotz schlechten Sommers sogar gestiegen. Ziel der Messe ist es, den Apfelwein international auf eine breitere Basis zu stellen und dem Getränk auch ein neues Image zu geben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von „Apfelwein-im-Römer“.

„Die Keltereien haben die Zeichen der Zeit erkannt“, sagte Stöckl mit Blick auf zahlreiche neue Apfelwein-Produkte. Sein Mitorganisator Andreas Schneider sieht sogar eine „weltweite Bewegung“ hin zum Apfelwein. Stöckl und Schneider gehören in Hessen zu den Pionieren der „jungen“ Apfelweinszene. Die Liebhaber vom „Stöffche“ müssen sich allerdings in diesem Jahr auf höhere Preise einstellen. Die sei eine Folge der „bescheidenen Ernte“ im vergangenen Jahr, sagte Martin Heil, Verbandsvorsitzender der hessischen Apfelwein- und Fruchtsaftkeltereien.

dpa

Quelle: op-online.de

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