Mehr Arbeitslose in der Region

Offenbach - Der Winter hat die Arbeitslosigkeit im Januar in Offenbach, Hanau, Hessen und in ganz Deutschland nach oben getrieben. Von Marc Kuhn 

Im Offenbacher Agenturbezirk waren 16.764 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 1090 Personen oder 7,0 Prozent mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,8 Prozent, wie die Agentur für Arbeit Offenbach gestern weiter mitteilte. „Die Arbeitslosigkeit ist im Januar erwartungsgemäß angestiegen“, erklärte Thomas Iser, Leiter der Agentur. „Nicht verlängerte Arbeitsverträge zum Jahresende, das auslaufende Weihnachtsgeschäft sowie die Beeinträchtigungen der Bau- und Außenberufe durch die Witterung führten zur Steigerung. Betrachtet man die Januarwerte der letzten Jahre, befinden sich aber sowohl die Quote als auch die absolute Arbeitslosenzahl auf vergleichsweise niedrigem Niveau.“

In der Stadt Offenbach sind im Januar 7 404 Erwerbslose registriert worden, 7,5 Prozent mehr als im Dezember 2014, berichtete die Agentur. Die Quote ist auf 11,6 Prozent gestiegen. Im Kreis sind 9360 Arbeitslose gezählt worden, 6,5 Prozent mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,2 Prozent. Die Entwicklung an den Standorten im Kreis Offenbach: In Langen waren 3 429 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 179 Personen oder 5,5 Prozent mehr als im Vormonat. Die Quote stieg auf 5,2 Prozent gegenüber 5,0 Prozent im Dezember. 3 571 Menschen waren im Bezirk Rodgau arbeitslos, 239 Personen oder 7,2 Prozent mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,6 Prozent. Im Seligenstädter Bezirk waren 2 360 Menschen arbeitslos gemeldet, 157 Personen oder 7,1 Prozent mehr als im Dezember.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sind im Januar 11.528 Erwerbslose registriert worden, 675 Personen oder 6,2 Prozent mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,3 Prozent, wie die Agentur für Arbeit Hanau mitteilte. „Im Vergleich mit den Vorjahren zeigt sich aber, dass die Zunahme in absoluten Zahlen geringer ausfiel“, erklärte Alexander Noblé, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur. Im Bezirk der Hauptagentur Hanau waren im Januar 8025 Menschen arbeitslos, 264 Personen oder 3,4 Prozent mehr als im Dezember. Daraus ergab sich eine Quote von 6,3 Prozent nach 6,1 Prozent im Vormonat.

Auch in Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar wie erwartet gestiegen. Zum Stichtag waren laut dpa 189 719 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Frankfurt berichtete. Das waren 15 534 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,4 Prozent im Dezember auf nun 5,9 Prozent. Der nach Weihnachten übliche Anstieg der Arbeitslosenzahl sei im Vergleich der vergangenen fünf Jahre nicht so stark ausgefallen und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach Einschätzung der Arbeitsagentur stabil. „Der anhaltende Beschäftigungszuwachs lässt darauf hoffen, dass diese Entwicklung auch in den nächsten Monaten weiter anhält“, erklärte Agenturchef Frank Martin. In Deutschland waren im Januar 3,032 Millionen Menschen ohne Job, wie die BA in Nürnberg mitteilte. Das sind 268.000 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 7,0 Prozent. „Der Arbeitsmarkt knüpft an die gute Entwicklung des letzten Jahres an. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar hat vor allem jahreszeitliche Gründe“, erläuterte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Eine Zunahme sei im Zuge der Winterpause üblich.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare