In Frankfurt fehlt der Schwung

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Frankfurt - Die Wirtschaft im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Frankfurt nimmt nur langsam Fahrt auf.

„Trotz positiver Erwartungen ist der Konjunkturmotor zum Frühsommer noch nicht in Schwung gekommen“, erklärte Ralf Geruschkat, Chefvolkswirt der IHK zur Konjunkturumfrage zum Frühsommer 2013 unter mehr als 2 500 Mitgliedsunternehmen in Frankfurt sowie im Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreis. „Die lange Kälteperiode zum Jahresbeginn hat die Geschäftslage insbesondere in der Bauwirtschaft und im Einzelhandel eingetrübt. “ So habe sich der Anteil der Bauunternehmen, die von einer schlechten Geschäftslage berichten, trotz insgesamt positivem Geschäftsklima auf zwölf Prozent verdoppelt.

„Bei den Einzelhändlern dreht sich die Stimmung: Zum ersten Mal seit drei Jahren berichten mehr Einzelhändler von schlechten als von guten Geschäften (31 Prozent gegenüber 18 Prozent). Zugpferd für die Konjunktur ist aktuell die Industrie: Fast jedes zweite Unternehmen berichtet von guten Geschäften. Das ist eine glatte Verdopplung im Vergleich zur Vorumfrage“, berichtete Geruschkat. „Die stabilen Erwartungen der Unternehmen sollten die wirtschaftliche Dynamik in der zweiten Jahreshälfte beflügeln. Dafür bieten die konstanten Beschäftigungs- und Investitionspläne ein solides Fundament. Voraussetzung ist, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise nicht weiter eskaliert.“

Das IHK-Geschäftsklima sei um drei Zähler auf 115 Punkte gesunken - ein Wert von 100 Zählern bildet die Grenze zwischen positiver und negativer Grundstimmung, erläuterte die Kammer. Dieser Rückgang sei vor allem auf die eingetrübte aktuelle Geschäftslage zurückzuführen. Der Anteil der Unternehmen, die von einer guten Geschäftslage berichteten, habe um fünf Prozent auf nur noch 36 Prozent abgenommen. „Die Erwartungen für die zukünftige Geschäftsentwicklung bewegen sich dagegen auf stabilem Niveau“, berichtete die IHK. Nach wie vor gingen 84 Prozent der Betriebe von einer besseren oder gleichbleibenden Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten aus. 85 Prozent der Unternehmen planten, ihre Beschäftigtenzahlen konstant zu halten oder neue Mitarbeiter einzustellen, erklärte die IHK. Das lasse einen leichten Anstieg der Arbeitsplatzzahl erwarten.

ku

Quelle: op-online.de

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