Arbeitsmarkt in der Region gespalten

Offenbach/Hanau/Frankfurt/Nürnberg - Licht und Schatten bei den Arbeitslosenzahlen in der Region: In Offenbach sind sie gesunken, in Hanau steigen. Die Erwerbslosigkeit im gesamten Offenbacher Agenturbezirk ist im November im dritten Monat in Folge deutlich zurückgegangen. Von Marc Kuhn 

15 996 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 332 Personen oder 2,0 Prozent weniger als im Oktober. Die Quote fiel von 6,7 auf 6,5 Prozent, wie die Agentur gestern in Offenbach mitteilte. „Betrachtet man die Entwicklung bei den offenen gemeldeten Stellen und den Zugang bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, kann man von einer insgesamt positiven Grundtendenz am Arbeitsmarkt sprechen“, erklärte Thomas Iser, Leiter der Agentur.

In der Stadt Offenbach seien im November 6 884 Personen arbeitslos gemeldet, 1,5 Prozent weniger als im Oktober, berichtete die Agentur weiter. Die Arbeitslosenquote sei auf 10,8 Prozent gegenüber 11,0 Prozent im Oktober zurückgegangen. 9 112 Erwerbslose seien im Landkreis registriert worden, 2,5 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote habe bei 5,0 Prozent gegenüber 5,2 Prozent im Oktober gelegen. Am Standort Langen seien 3 430 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet gewesen, 122 Personen oder 3,4 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote auf 5,2 gegenüber 5,4 Prozent im Oktober gesunken. 3 425 Menschen seien im Bezirk Rodgau arbeitslos gemeldet gewesen, 64 Betroffene oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat. Die Quote sei von 5,5 auf 5,4 Prozent zurückgegangen. Im Seligenstädter Bezirk seien 2 257 Personen arbeitslos gemeldet gewesen, 44 Personen oder 1,9 Prozent weniger als im Oktober. Daraus habe sich ein Rückgang der Arbeitslosenquote von 4,4 auf 4,3 Prozent ergeben. 2738 offene Stellen waren im November beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach gemeldet.

10 656 Menschen waren im November im Main-Kinzig-Kreis arbeitslos gemeldet, 50 Personen oder 0,5 Prozent mehr als im Oktober, teilte Agentur für Arbeit Hanau mit. Verglichen mit dem November des Vorjahres seien es 44 Arbeitslose oder 0,4 Prozent mehr gewesen. Die Arbeitslosenquote sei auf dem Vormonats- und Vorjahreswert von 4,9 Prozent geblieben. Im Bezirk der Hauptagentur Hanau seien im November 7665 Personen arbeitslos gemeldet gewesen, 36 Personen oder 0,5 Prozent mehr als im Oktober, erläuterte die Agentur. Daraus habe sich eine Quote von 6,0 Prozent ergeben, berichteten die Experten.

Milde Temperaturen und der Auftakt des Weihnachtsgeschäfts haben die Lage auf dem hessischen Arbeitsmarkt im November weiter entspannt. „Vor allem Frauen profitierten saisonüblich mit dem beginnenden Vorweihnachtsgeschäft vom Rückgang der Arbeitslosigkeit“, erklärte der Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank Martin. Erfahrungsgemäß sei diese Entwicklung jedoch nicht von Dauer: „Die Frauenarbeitslosigkeit wird ab Januar und spätestens, wenn die Umtauschwelle vorbei ist, wieder ansteigen.“ Im November waren 174.132 Frauen und Männer im Land arbeitslos gemeldet. Das waren 1,6 Prozent weniger als im Oktober. Die Quote sank um 0,1 auf 5,4 Prozent.

In Deutschland hat die ausklingende Herbstbelebung die Zahl der Arbeitslosen im November auf 2,717 Millionen gedrückt. Damit waren 16 000 Menschen weniger auf Stellensuche als im Oktober, und 89 000 weniger als vor einem Jahr. Wie die BA in Nürnberg mitteilte, lag die Arbeitslosenquote im November unverändert bei 6,3 Prozent. „Somit hat sich der Arbeitsmarkt trotz verhaltenen Wirtschaftswachstums günstig entwickelt“, kommentierte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Zwar sei ein Rückgang im November üblich. Doch in diesem Jahr sei er stärker ausgefallen als im Vorjahr. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg nach den jüngsten Daten vom Oktober um 33.000 auf 43,08 Millionen - das sind 403.000 mehr als im Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte im September um 67.000 zu. Mit 30,67 Millionen Menschen ist dies gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 508.000.

Quelle: op-online.de

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