ASB-Helfer selbst in Notlage

Karben (mic) - Der Regionalverband Mittelhessen des Arbeits-Samariter-Bundes, zu dem neben Wetterau, Gießen, Main-Kinzig, Fulda und Marburg-Biedenkopf auch der einstige Verband Offenbach zählen, ist in so gravierende finanzielle Schwierigkeiten geraten, dass er unter die Kuratel des Landesvorstandes genommen wurde.

Dies erklärte gestern Landesgeschäftsführer Jörg Gonnermann. Ein Sanierungsbeirat soll bis zum kommenden Frühjahr ein Konzept erarbeiten.

Nach Gonnermanns Angaben geht es um einen Fehlbetrag von fast einer Million Euro, den der ASB-Hessen übernehmen wird. Die wirtschaftliche Lage des Regionalverbandes berühre die „vitalen Interessen des Landesverbandes“. Ursache für die Probleme seien zum Teil „unglückliche Umstände“ wie Vorfinanzierungen, überraschende Mehrkosten bei Bauvorhaben, höhere Aufwendungen im Tagesgeschäft und fehlende Einnahmen. Als Ziele nannte Gonnermann die Sicherung der Arbeitsplätze und die Weiterentwicklung der Leistungsangebote. Er wies Spekulationen zurück, Geschäftsführer Holger Weiß sei wegen der Finanzprobleme freigestellt worden. Weiß befinde sich in einer seit langem geplanten medizinischen Behandlung. Dass der 1. Vorsitzende Rolf Pulst seinen Rücktritt ohne Angaben von Gründen erklärt habe, sei bedauerlich. Der ASB-Mittelhessen ist mit seinen 35.000 Mitgliedern der zweitgrößte Regionalverband der Hilfsorganisation. Der ASB engagiert sich im Not- und Rettungsdienst, betreibt Altenheime und Kindergärten sowie die Betreuung von Schulkindern.

Quelle: op-online.de

Kommentare