Asylbewerber

Fast 800 Menschen im ersten Halbjahr aus Hessen abgeschoben

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Wiesbaden - Die hessischen Ausländerbehörden haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 771 abgelehnte Asylbewerber abgeschoben. Das ist mehr als im gesamten Vorjahr.

Bis Ende Dezember wird die Zahl wohl noch deutlich steigen - alleine im Juli mussten 150 Menschen das Land verlassen, teilte das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mit. Die Hauptländer, in die die Abschiebungen aus Hessen erfolgten, seien mit großem Abstand Kosovo und Serbien, darauf folgte Mazedonien. 986 Asylbewerber seien bis Ende Juni freiwillig ausgereist, berichtete das Ministerium. Abschiebehäftlinge sind in Hessen zurzeit nicht untergebracht, allerdings sitzen drei Personen aus Hessen in Rheinland-Pfalz in Abschiebehaft. Die Bundesregierung hatte ihre Flüchtlingsprognose am Mittwoch deutlich nach oben korrigiert. Sie rechnet nach neuen Schätzungen in diesem Jahr mit einer Rekordzahl von 800.000 Asylsuchenden. Davon werden rund 55.000 in Hessen erwartet.

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dpa

Quelle: op-online.de

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