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Der Streit zwischen protestierenden Studenten und der Leitung der Frankfurter Universität nach der polizeilichen Räumung des besetzten Casinos geht weiter

Frankfurt/Gießen ‐ Der Streit zwischen protestierenden Studenten und der Leitung der Frankfurter Universität nach der polizeilichen Räumung des besetzten Casinos geht weiter.

Vier Ex- Präsidenten der Goethe-Uni appellierten gestern in einer öffentlichen Erklärung „eindringlich an alle Seiten“, das Gespräch wieder aufzunehmen. In Gießen räumten dagegen Studenten nach Verhandlungen mit ihrer Uni-Leitung die ersten Gebäude, die sie vor rund drei Wochen besetzt hatten. Es sei ein „positiver Prozess“ zur Verbesserung der Lehre angestoßen worden, teilten die Studenten mit. Die Forderungen der Studenten würden umfassend in die zuständigen Gremien eingebracht, kündigte die Hochschule an. In Gießen sind 24 100 Studenten eingeschrieben, in Frankfurt fast 37.000.

Der Frankfurter Uni-Präsident Werner Müller-Esterl forderte die Studenten auf, sich wieder auf „die berechtigten Grundanliegen“ ihres Bildungsstreiks zu besinnen und von weiterer Gewalt Abstand zu nehmen. Studenten und die Bildungsgewerkschaft GEW verlangten zugleich erneut den Rücktritt des Präsidenten und ein Studierendenhaus auf dem Campus Westend. Beide Seiten warfen sich erneut gegenseitig mangelnde Dialogbereitschaft vor.

dpa

Quelle: op-online.de

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