Gute Aussicht ins Umland

Auftakt der Gartenschau in Alzenau

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Zur bayerischen Landesgartenschau nach Alzenau ist es nur ein Katzensprung. Dort haben auch Kinder und Jugendliche ihren Spaß. Bis zum 16. August ist die Schau täglich ab 9 Uhr geöffnet.  

Alzenau - Mit einem feierlichen Festakt und 700 geladenen Gästen ist am Samstag der offizielle Startschuss zur bayerischen Landesgartenschau in Alzenau gefallen. Von Silke Gelhausen-Schüßler 

Umweltstaatsministerin Ulrike Scharf persönlich durchschnitt mit einer kleinen Heckenschere das Eröffnungsband – in Form einer wunderschönen Blumenranke. Unter dem Motto „Natur in Alzenau“ lädt die unterfränkische Stadt bis zum 16. August in zwei insgesamt neun Hektar große, völlig neu gestaltete Parkanlagen ein. Diese liegen unweit des Stadtkerns und der Burg und werden im Norden von der auf 2,2 Kilometern renaturierten Kahl und im Süden vom Hauckwald begrenzt, durch den auch der kurze Verbindungweg – genannt Stadtparcours – führt. Ein Shuttlebus bringt die mit Auto oder Reisebus ankommenden Gäste vom Gewerbegebiet Nord zum Gelände. Umweltfreundlicher geht’s mit der Kahlgrundbahn bis zum Ausstieg Burg Alzenau, dafür erhält man bei Vorlage der Fahrkarte ein Euro Rabatt auf den Eintritt.

Die Gartenschau besteht aus dem Energie- und dem Generationenpark. Ein unübersehbares Highlight im Energiepark ist der 74 Meter lange Aussichtssteg über die Kahlaue mit Blick auf die Stadt und die Villa Meßmer. Nebenan stehen die erneuerbaren Energiequellen im Mittelpunkt. Zwischen blühenden wilden Wiesen sind verschiedene Spiel-Lerngärten inszeniert, in denen Sonnen-, Wind- und Wasserkraft mit allen Sinnen erlebbar werden. Im Energieparcours können über die eigene Muskelkraft und einen Dynamo Dinge bewegt werden. Im CH4-Garten stehen Holzkühe, die („Methan“)-Seifenblasen rülpsen können.

Schwerpunkt auf Entspannung, Gesundheit und Farbenvielfalt

Im Generationenpark kann zwar auch ausgiebig gespielt werden, hier liegt der Schwerpunkt jedoch mehr auf Entspannung, Gesundheit und Farbenvielfalt. Neben thematischen Schaugärten, „Obstlounge“, „Bibelgarten“, Baumschaukel und vielen weiteren ungewöhnlichen Gartenideen gibt es eine freizügige Kneippanlage mit Barfußpfad, Bewegungsparcours und einen „Alle-Sinne“-Garten für Demenzpatienten. In beiden Parkteilen versorgen drei Gastronomiebetriebe mit Biergärten den knurrenden Magen. Wechselnde Ausstellungsbeiträge, etwa vom Umweltministerium („Reise in die fränkische Bodenwelt“) oder dem Bund Naturschutz Bayern („Biber – die guten Geister des Wassers“), sorgen dafür, das man es kaum schafft, an einem einzigen Tag alles zu entdecken.

500 Bäume und Sträucher wurden gepflanzt, 1000 Quadratmeter Sommerblumen und noch einmal so viele Stauden in die Erde gesetzt. Allein die Bau- und Planungskosten verschlangen rund sechs Millionen Euro. Das bayerische Umweltministerium und die EU schießen 2,2 Millionen zu, den Rest muss die Stadt stemmen. Geplante Einnahmen: zwei Millionen Euro durch Eintritte (300 000 erwartete Besucher), Pachten und Sponsoren.

Hier noch ein Auszug aus dem Veranstaltungsprogramm: Spanische Nacht mit „Rumbalea“ am 30. Mai, Mitsingkonzert mit Rolf Zuckowski am 13. Juni, Familientag mit dem „Flying Art Circus“ am 20. Juni, Klassik im Park mit acht Ensembles der Hochschule für Musik in Frankfurt am 4. Juli.

Die bayerische Landesgartenschau öffnet täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Eine Tageskarte kostet zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro. Daneben gibt es Dauer- und Gruppenkarten sowie Führungen.

Quelle: op-online.de

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