Rechtliche Grundlagen des Sprengstoffgesetzes

„Augen auf beim Böllerkauf!“

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In diesem Kinderwagen hätte ein Kind sitzen können. Das Foto entstand bei einer Vorführung der Hamburger Feuerwehr zu den Gefahren von unsachgemäß gezündetem Feuerwerk.

Darmstadt - Kaum ist die Freude an der besinnlichen Advents- und Weihnachtszeit vorüber, steht schon das nächste Fest vor der Tür - Silvester. Beim Kauf der beliebten Pyrotechnik gibt es aber einiges zu beachten.

Grundsätzlich, so das Regierungspräsidium Darmstadt in einer Mitteilung, gelte die Devise: „Augen auf beim Böllerkauf!“. Rechtliche Grundlage des Verkaufs von Feuerwerk in Fachgeschäften und Großmärkten bildet das Sprengstoffgesetz mit den zugehörigen Verordnungen. Hierin ist beispielsweise geregelt, dass Feuerwerksartikel nur an den drei letzten Tagen (sofern kein Sonntag dabei ist) des Jahres verkauft werden dürfen; in diesem Jahr also am Montag, 29., Dienstag, 30., und Mittwoch, 31. Dezember.

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Neben Raketen und Böllern erfreuen sich Verbundfeuerwerke immer größerer Beliebtheit. Diese sogenannten Batterien werden nur einmal angezündet, und je nach Größe kann man dann einige Zeit beobachten, wie Effekt um Effekt in die Luft geschossen wird. Die Feuerwerksartikel sind in insgesamt vier Kategorien eingeteilt. Je höher die Kategorie, umso größer die Gefahr, die von ihm für den Anwender und die Umgebung ausgehen kann. So handelt es sich bei Artikeln der Kategorie 1 beispielsweise um Tischfeuerwerk oder Knallerbsen. Von ihnen geht an sich eine nur sehr geringe Gefahr aus, und sie dürfen das ganze Jahr auch an nicht volljährige Personen verkauft werden. Allerdings muss das zwölfte Lebensjahr vollendet sein.

Die am meisten verbreiteten und der Allgemeinheit am geläufigsten pyrotechnischen Gegenstände gehören zur Kategorie 2. Diese dürfen nur an Personen abgegeben werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Kategorien 3 und 4 dürfen nur Feuerwerker, also Profis abbrennen. Weiterhin müssen alle in Deutschland verkauften pyrotechnischen Artikel eine Registriernummer und das CE-Zeichen aufgedruckt haben. Die Nummer der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) ist eine zusätzliche freiwillige Angabe. Abgebrannt werden dürfen die Raketen und Böller nur an Silvester und am Neujahrstag. Außerhalb dieser Zeit müssen entsprechende Ausnahmegenehmigungen zum Beispiel bei Feuerwerk anlässlich von privaten Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstagen bei den zuständigen Ordnungsbehörden beantragt werden. Hier wird dann über die Anträge entschieden. 

mic

Quelle: op-online.de

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