Aupair-Mädchen war zufälliges Opfer

Frankfurt -  Das Aupair-Mädchen, das vergangene Woche im Haus seiner Frankfurter Gastfamilie niedergestochen wurde, ist zufällig Opfer des 58 Jahre alten Täters geworden.

Es gebe bislang keinerlei Hinweise, dass der Täter das Opfer oder seine Gastfamilie kannte, berichtete die Polizei am Dienstag in Frankfurt. „Er hätte genau so gut an der Nachbartür klingeln können.“ Der zur Tatzeit betrunkene Niedersachse, der bereits wegen gefährlicher Körperverletzung und Betrugs im Gefängnis gesessen hat, habe vermutlich auf eine höhere Beute spekuliert und deshalb zugestochen, obwohl ihm die 19 Jahre alte Polin rund 150 Euro gegeben habe, hieß es.

Der Täter, der mittels einer DNA-Spur überführt worden war und aus dem Kreis Emsland stammt, soll die junge Frau gleich bedroht haben, nachdem sie ihm die Tür geöffnet hat. Als die 19-Jährige sagte, sie sei allein zu Hause, soll sie der Täter in ihre Wohnung in den Keller des Einfamilienhauses gedrängt haben. Dort gab sie dem Täter das Geld, dieser verlangte aber mehr und stach zu. Das Mädchen wurde schwer verletzt. Der 58-Jährige, der am Samstag in Niedersachsen gefasst wurde, sitzt in Untersuchungshaft. Er war erst vor kurzem aus der Haft entlassen worden.

dpa

Quelle: op-online.de

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