Medienkaufleute der Offenbach-Post

„Bindeglied zu den Lesern“

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Auszubildende bei der OP: Christian Becker und Anna Scheuermann vor dem Verlagshaus.

Offenbach - Hinter der Offenbach-Post steht ein großes Team: Die Redaktion, Drucker, Mediengestalter, technische und kaufmännische Angestellte. Esther Mahr und Alexander Kroh sprachen mit zwei auszubildenden Medienkaufleuten unseres Pressehauses.

Genauso wie die redaktionellen Mitarbeiter, die die Leser täglich mit den neuesten Nachrichten und Informationen versorgen, gehören zu unserer Mediengruppe Drucker, Mediengestalter, technische sowie kaufmännische Angestellte. In unserem Pressehaus in Offenbach bilden wir Medienkaufleute für Digital und Print aus. Über Voraussetzungen, Aufgabenfelder und Ausbildungsinhalte sprachen unsere Redaktionsmitglieder Esther Mahr und Alexander Kroh mit den Auszubildenden Anna Scheuermann (22) und Christian Becker (26).

Christian, wie bist du zu dem Ausbildungsplatz bei der Offenbach-Post gekommen?

Christian Becker: Ich arbeite schon seit ich 18 Jahre alt bin bei der OP. Angefangen habe ich damals im Versand, während der Schulzeit auf 400-Euro-Basis. Da waren alle immer super zufrieden mit mir. Das hat sich dann wohl rumgesprochen. Irgendwann kam dann das Angebot von der Geschäftsleitung eine Ausbildung anzufangen...

...und dann hast du sofort zugeschlagen?

Christian: Erst konnte ich mir unter dem Berufsbild „Medienkaufmann Digital und Print“ so gar nichts vorstellen. Aber es klang schon mal gut. Ich habe mir gedacht, eine kaufmännische Ausbildung ist eine gute Grundlage. Ich kenne schon die Arbeit im Versand. Jetzt lerne ich den Rest kennen. Im letzten August habe ich dann angefangen mit der Ausbildung.

Anna, wie war es bei dir?

Anna: Ich bin schon im zweiten Lehrjahr, also ein Jahr länger dabei als Christian. Ich hatte mich schon früh um den Ausbildungsplatz bei der OP beworben und hatte die Zusage bereits vor meiner Abiturprüfung.

Ist das Abi denn Voraussetzung für die Ausbildung zur Medienkauffrau?

Anna: Nein, ein (sehr) guter Realschulabschluss reicht auch, aber mit Abitur kann die dreijährige Ausbildungsphase auf zweieinhalb Jahre reduziert werden. Bei guten Leistungen in der Berufsschule ist eine Verkürzung auf zwei Jahre möglich.

Was sind eure Aufgaben als angehende Medienkaufleute?

Anna: Die Aufgabenpalette ist unheimlich vielfältig und reicht von der Betreuung von Anzeigenkunden über Marketingaktionen und Abonnentenpflege bis hin zu Telefondiensten und Bürotätigkeiten.

Christian: Im Prinzip sind wir überall präsent, abgesehen von der Druckerei.

Was heißt überall?

Christian: Während der Ausbildung wechseln wir nach ein paar Monaten die Abteilung. Insgesamt gibt es sechs Bereiche: Anzeigenabteilung, Vertrieb, Buchhaltung, Technik, IT und Redaktion. Momentan arbeite ich in der Buchhaltung, Anna in der Anzeigenabteilung.

Womit beschäftigt ihr euch dort konkret?

Anna: Wir kümmern uns um Verkauf und die Aufarbeitung von Anzeigen. Als Azubi bin ich in der Regel verantwortlich für Privat- und Familienanzeigen. Gegebenenfalls kürze ich dann Anzeigentexte oder gebe Formulierungshilfen.

Christian: In der Buchhaltung mache ich fast alles, was die normalen Mitarbeiter auch machen. Brancheneinträge, Mahnlauf und Rechnungsdruck, Anzeigen- und Vertriebsbuchhaltung.

Das klingt jetzt aber ein wenig trocken...

Christian: Hinter all diesen Aufgaben stecken ja Menschen, überall arbeiten wir eng am Kunden. Wir haben den direktesten Kontakt, sind quasi Bindeglied zwischen den Redaktionen und den Lesern. Da wird es nie langweilig, denn jeder Kunde ist anders.

Welche Herausforderungen stellen sich euch im Alltag?

Christian: Im Vertrieb rufen manchmal Kunden an, die beispielsweise ihre Zeitung nicht bekommen haben. Natürlich sind die dann nicht gerade erfreut. Da musst du auch ein Stück weit Menschenkenntnis besitzen und diplomatisches Geschick beweisen. Ein gesundes Selbstbewusstsein kann auch nicht schaden. Etwaige Kritik darf man nicht persönlich nehmen. Ich versuche immer den Kunden zufrieden zu stellen, damit habe ich genug zu tun. Der Tag geht sehr schnell rum.

Anna: Zu mir kommen manchmal auch Kunden, die eine Todesanzeige aufgeben wollen. Das ist dann schon immer ein sehr emotionaler Moment, auch für mich, da musste ich mich schon manchmal zusammenreißen.

Wie zufrieden seid ihr mit der Betreuung der Azubis und dem Betriebsklima bei der OP?

Anna: Die Kollegen sind mit das Beste an der Ausbildung. Wir werden schnell integriert und gut eingearbeitet.

Christian: Stimmt, die Kollegen sind alle gut drauf. Die OP bietet seinen Azubis außerdem innerbetrieblichen Unterricht. Da kommen Berufsschullehrer zu uns und wir können in kleiner Runde Fragen stellen, bestimmte Unterrichtsinhalte nacharbeiten und Wissenslücken schließen.

Was gefällt euch besonders an eurer Ausbildung?

Anna: Dass wir Kontakt zu Menschen haben und dass man hier selbst Verantwortung übernimmt. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass mir hier viel zugetraut wird.

Christian: Wir werden wie vollwertige Mitglieder der Abteilungen behandelt. Wir arbeiten selbstständig und lösen Probleme. Die Kunden sind auch oft sehr dankbar. Ich hab bestimmt schon eine Hand voll Briefe bekommen, in denen sich Kunden für die gute Hilfe bedanken.

Anna: Mir hat ein Kunde sogar mal Schokolade vorbeigebracht. Es ist einfach schön, dass man eine Rückmeldung bekommt, wenn man helfen konnte.

Die Offenbach-Post sucht noch Auszubildende zum Medienkaufmann/-frau Digital und Print. Bewerber sollten Spaß am Umgang mit Menschen und Interesse am Vermarkten und Verkaufen der Produkte unseres Verlages haben. Ausbildungsbeginn ist jedes Jahr im August.

Kontakt: Judith Haschka, Telefon: 069 85008 110 E-Mail: Judith.Haschka@op-online.de

Quelle: op-online.de

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