Concept Cars auf der IAA

Auto-Studien schon für den Start bereit

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Symbolbild

Frankfurt - Neben den Luxusschlitten sind sie der Blickfang in den Messehallen. Die Styling-Studien und Concept-Cars zeigen, was zukünftig rund ums heilige Blechle alles möglich ist. Von Klaus Ackermann

Äußerlich feiert die Flügeltür fröhlich Urständ, freilich so breit und hoch öffnend, dass auch Basketballspieler bequem einsteigen können. Innen herrscht überwiegend kühl-modernes Wohnstuben-Flair. Und unter der Haube haben diese oft schon erstaunlich serienreif wirkenden Fahrzeuge meist die Kraft der zwei Herzen, Elektro- und Benzin- oder Dieselmotor – Hybrid ist Trumpf, auch rein elektrisch zu fahren.

Auffällig ist hier das Concept S-Class Coupé in der Festhalle, dem Mercedes-Dom. Es misst 5,05 Meter, wirkt so elegant wie luxuriös, wird von einem 455-PS-Achtzylinder flott gemacht und soll schon 2014 auf den Markt kommen: Zu Preisen ab etwa 130.000 Euro.

Kraftvoll und leistungsstark

Dagegen bietet etwa der S-Max Concept von Ford auf den ersten Blick kaum Überraschungen. Allenfalls wirkt das Design etwas geschärft, was beim auf großen Füßen rollenden Sport-Van trotz schlanker Silhouette Kraft verspricht. Innen wird’s dann richtig futuristisch. Nicht nur im Formenspiel von Mittelkonsole und Cockpit, sondern vor allem bei den Sitzen mit ihren starken Auswölbungen, die eine Besonderheit bieten. Der sogenannte EKG-Sitz überwacht den Herzschlag des Fahrers und schlägt im Ernstfall sofort Alarm. Selbst zur Überwachung des Blutzucker-Spiegels kann dieses System genutzt werden.

Es dürfte sogar die so sicherheitsbewussten Schweden von Volvo verwundern, die ihre neuen Design-Ansätze im Concept Coupé bündeln, ein Viersitzer, der Kraft abstrahlt und sich seiner Vergangenheit nicht schämt. Sind doch Elemente der Sport-Ikone P 1800 aus den 1960er Jahren erkennbar. Auch schiebt ein leistungsstarker Plug-in-Hybrid Dienst.

Kraft im Überfluss hat auch der ansehnliche Audi Sport quattro concept, ein wahres Show Car, bei dem der V8-Biturbo und E-Maschine (Plug-in-Hybrid) gemeinsam 700 PS entwickeln, und der Verbrauch sich auf 2,5 Liter Kraftstoff beschränken soll, was einigermaßen unglaublich erscheint. Der elegante Flitzer könnte im Rennsport für Furore sorgen. Auf der Straße ist’s dann doch ein wenig zu viel. Stuttgarter Gene besitzt der geschmeidig wirkende Infiniti Q30 Concept, Nissans Nobelmarke, denn unterm Blech gibt‘s die Technik der A-Klasse von Mercedes, Beleg einer offenbar guten Zusammenarbeit. Ein Straßensportler, der schon so fix und fertig erscheint, als brauche man nur noch auf den Startknopf zu drücken. An seiner Entwicklung beteiligt war übrigens kein Geringerer als Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Auch im erlauchten Kreis der Luxus-Limousinen fällt der Cadillac Elmiraj Concept noch auf, mit seiner lange Motorhaube ein echter Ami. Das schlanke Coupé ist innen mit Leder ausstaffiert. Ein V8 Twin Turbo mit 500 PS macht den Luxus-Liner flott, der einmal mehr signalisiert, dass es der US-Automobilwirtschaft wieder besser geht.

Die besten Bilder der IAA in Frankfurt

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Ein echter Europäer ist dagegen der GM-Bruder Opel Monza Concept, an einen Traditions-Namen anknüpfend. Flach und breit kommt die Coupé-Studie daher, auffällig sind auch hier die großen Flügeltüren, bis zum Fond reichend. Ein Ausblick auf Rüsselsheimer Designsprache von morgen - mit elektronischer Vernetzung allenthalben. Mal sehen, was davon letztendlich in Serie geht. Dennoch ein schicker, ein flotter, ein intelligenter Opel.

Noch offen nach allen Seiten zeigt sich ein Kleiner, der ganz groß herauskommen will. Das Showcar Smart Fourjoy hat in Sachen Originalität den ersten Preis verdient – auch wenn es ja schon mal einen Smart für vier gab, der freilich keine Glückshormone freisetzte. Anders die Studie, so praktisch und chic, das man noch Swarowsky-Steine am Unterboden vermutet. Von dem Smart eigenen 75 PS Elektromotor flottgemacht, sind sogar zwei Longboards auf dem Dach befestigt, elektrisch angetriebene Skateboards für die Kurzstrecke. Wen würde es wundern, wenn selbst das Autoradio auf „Ich will Spaß“ eingestellt wäre …

Quelle: op-online.de

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