Polizei lässt Frau mit 33 verwahrlosten Katzen im Auto weiterfahren

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Eine der unter Quarantäne stehenden Katzen, die eine Frau im Auto nach Frankfurt brachte.

Frankfurt (nb) - Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben in der Wohnung einer Frankfurterin 33 verwahrloste Katzen gefunden, von denen zahlreiche Tiere inzwischen gestorben sind. Die Frau hatte die Katzen in einem Auto aus der Türkei nach Deutschland gebracht.

Wie die Stadt Frankfurt mitteilte, hatte die Polizei bei einer Autobahnkontrolle die Katzenfreundin angehalten, als diese die 33 Tiere nach Frankfurt transportierte. Die Katzen konnten sich frei im Auto bewegen, sie befanden sich allerdings in einem erbärmlichen Zustand.

Die Katzen befanden sich allesamt in einem schlechten Zustand.

Die Tierliebhaberin erklärte den Polizeibeamten, dass sie bereits seit vier Tagen mit den Katzen unterwegs sei. Sie komme aus der Türkei und sei auf dem Weg nach Hause. Die Frau konnte weder die erforderlichen Tollwut- noch andere Impfnachweise vorlegen. Daraufhin informierte die Polizei die Veterinärabteilung des Frankfurter Ordnungsamtes. Derart alarmiert überprüften die Amtsveterinäre diese Angaben und fanden in der Wohnung der Tierschützerin alle 33 Katzen. Die Tiere wurden im Tierheim untergebracht, wo sie wegen der fehlenden Tollwutimpfung für drei Monate unter Quarantäne gestellt sind.

Wieso die Polizei die Frau mit den 33 Katzen im Auto überhaupt weiterfahren ließ, konnte Ralph Rohr, Sprecher des Frankfurter Ordnungsamtes, nicht beantworten. „Wir waren darüber ebenfalls sehr verwundert, zumal der Zustand der Katzen für sich sprach.“

Sämtliche Katzen befanden sich in einem besorgniserregenden Gesundheitszustand. Zwischenzeitlich sind 21 von ihnen gestorben. Die jeweilige Todesursache wird untersucht, die Ergebnisse stehen bislang noch aus. Einige Tiere mussten wegen ihres aussichtslosen Krankheitsbildes aber auch eingeschläfert werden.

Quelle: op-online.de

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