Autoleasing: Das sollten Sie beachten

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Beim Autoleasing zahlen Sie für die Nutzung des Fahrzeugs. Nach zwei Jahren müssen Sie den Wagen zurückgeben oder übernehmen.

Den Traumwagen fahren, ohne sich zu verschulden: Durch Autoleasing können Sie sich ein nagelneues Auto leisten. Dabei finanzieren Sie das Fahrzeug nicht, sondern zahlen monatlich für die Nutzung. Damit Sie nach Vertragsende nicht draufzahlen, sollten Sie einige Dinge beachten.

Beim Autoleasing gilt wie bei der Wohnungsmiete: Sie erwerben kein Eigentum, sondern zahlen für die Nutzung des Autos. Die Finanzierung des Fahrzeugpreises fällt dabei weg. So fahren Sie immer einen Neuwagen, ohne eine hohe Summe ausgeben zu müssen. Einen Kleinwagen erhalten Sie meist schon für rund 50 Euro pro Monat.

Die Vorteile des Autoleasings liegen auf der Hand: Die Kosten sind überschaubar und lassen sich gut kalkulieren. Reparaturen laufen während der ersten zwei Jahre meist über Garantie oder Kulanz. Und läuft der Leasingvertrag aus, müssen Sie sich nicht um den Verkauf des Wagens kümmern, sondern liefern ihn einfach wieder beim Autohändler ab.

Nachteil ist jedoch, dass solche Verträge immer für eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen werden und meist nicht vorzeitig kündbar sind. Wenn Sie Ihren Job verlieren und die Raten nicht mehr zahlen können, haben Sie ein Problem. Dann bleibt Ihnen nur die Chance, jemanden zu finden, der den Vertrag für Sie übernimmt. Dafür gibt es Leasingvertragsbörsen im Internet. Allerdings kann der Leasinggeber den Ersatzkunden ablehnen.

Autoleasing nach Kilometer oder Restwert

Das Wichtigste beim Autoleasing ist die Wahl der richtigen Vertragsform: Das Kilometerleasing hat sich durchgesetzt. Dabei richten sich die zu zahlenden Raten nach der Gesamtkilometerleistung. Diese legen Sie vor Abschluss des Vertrages fest. Lassen Sie zum Beispiel pro Jahr 20.000 Kilometer eintragen. Überschreiten Sie diesen Wert am Ende des Jahres, zahlen Sie die Differenz. Sind Sie weniger Kilometer gefahren, als Sie angegeben haben, bekommen Sie einen Teil des Geldes zurück. Meist erhalten Sie beim Unterschreiten der vereinbarten Kilometerzahl weniger Geld zurück, als Sie beim Überschreiten nachzahlen müssen.

Trotzdem ist Kilometerleasing die sicherste Autoleasing-Variante. Denn beim Restwertleasing kommt es darauf an, wieviel Ihr Auto nach Ende der Vertragslaufzeit noch wert ist. Der Restwert lässt sich bei Vertragsabschluss jedoch nur schwer abschätzen. So kann zum Beispiel der Gebrauchtwagenmarkt einbrechen oder die Nachfrage an einem Modell aufgrund einer Rückrufaktion zurückgehen. Folglich besteht die Gefahr, dass Sie am Ende kräftig nachzahlen müssen.

Anzahlung und Leasingraten zusammenzählen

Die Gesamtkosten setzen sich beim Autoleasing meistens aus einer Anzahlung und den monatlichen Raten zusammen. Vorsicht: Viele Anbieter werben mit kleinen monatlichen Raten. Dafür fällt die Sonderzahlung entsprechend hoch aus. Addieren Sie immer beide Summen. Nur so wissen Sie, wieviel Sie am Ende wirklich zahlen. Es gibt übrigens auch Angebote, bei denen Sie keine Anzahlung leisten müssen.

Vollkaskoversicherung abschließen

Beim Autoleasing ist es Ihre Aufgabe, das Fahrzeug instand zu halten. Eine Vollkaskoversicherung ist deshalb Pflicht. Halten Sie sich an alle Inspektionstermine. Sie sind meist verpflichtet, Reparaturen umgehend von einer Markenwerkstatt durchführen zu lassen.

Sie müssen das Fahrzeug in einem Zustand zurückgeben, der dem Alter und der vertragsgemäßen Fahrleistung entspricht. Normale Verschleißspuren wie kleine Steinschlagspuren und Schrammen in der Nähe des Tankdeckels gelten nicht als Schäden. Eine tiefe Schramme in der Felge oder ein Beule an der Karosserie kann aber schnell teuer werden.

Quelle: op-online.de

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