Infos für Pendler und Reisende

Bahn und RMV arbeiten an Ersatzfahrplan

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Frankfurt - Schon wieder werden zig Züge stehenbleiben und Bahnfahrer das Nachsehen haben. Vor dem am Dienstagfrüh startenden Lokführerstreik bastelt die Bahn an einem Notfallplan. Private Anbieter stellen sich auf mehr Fahrgäste ein.

Pendler und Reisende müssen sich in den kommenden Tagen wegen des angekündigten, mehrtägigen Lokführerstreiks einmal mehr auf eine Geduldsprobe einstellen. Die Deutsche Bahn will auch während der Arbeitsniederlegung, die am (morgigen) Dienstag um 2 Uhr beginnen und bis Sonntagvormittag dauern sollte, Züge fahren lassen und arbeitet nach eigenen Angaben an Ersatzfahrplänen. Diese sollten am frühen Nachmittag (ca. 14 Uhr) fertig und unter www.bahn.de ins Internet gestellt werden.

Privatbahnen richten sich indes auf mehr Fahrgäste als sonst ein. Die Bahn werde alles unternehmen, um die Auswirkungen für ihre Kunden so gering wie möglich zu halten, hieß es auf den Internetseiten der Bahn. Dennoch müsse mit starken Beeinträchtigungen gerechnet werden. Wie viele Züge fahren werden, sei noch nicht vorhersagbar, sagte ein Bahnsprecher am Morgen. Laut Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) werden voraussichtlich "in größerem Maße" Regionalzüge und S-Bahnen in der Region betroffen sein.

Etwa jeder zweite Zug ausgefallen

Beim letzten Streik im April waren im Fernverkehr zwei von drei Zügen und im Regionalverkehr etwa jeder zweite Zug ausgefallen. Die normalerweise eng getakteten S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet fuhren nur ein Mal pro Stunde. Nicht bestreikt werden Züge anderer Anbieter etwa der Hessischen Landesbahn oder von Vias. Ein Vias-Sprecher sagte am Montag, es sei der reguläre Betrieb geplant, man sei nicht primär von den Streiks betroffen. "Es kann aber zu Gleisverlegungen oder zu Verspätungen wegen abgestellter Fahrzeuge kommen." Vias betreibt die Odenwaldbahn und die Rheingau-Linie zwischen Frankfurt und dem rheinland-pfälzischen Neuwied via Wiesbaden. Die städtische Verkehrsgesellschaft traffiQ aus Frankfurt betonte, U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse würden während des Lokführerstreiks voraussichtlich planmäßig fahren. Sie könnten S- und Regionalbahnen zwar nicht ersetzen, aber in vielen Fällen eine Alternative sein. Auch die Privatbahn Vlexx, die etwa Verbindungen zwischen Mainz und Frankfurt anbietet, wird in den kommenden Tagen normal fahren. Es sei aber mit "vereinzelten, leichten Verspätungen" zu rechnen, hieß es auf der Internetseite des Unternehmens. Ein Streik der Lokführer der Deutschen Bahn könne den gesamten Bahnverkehr beeinträchtigen.

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dpa

Quelle: op-online.de

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