Strecke Fulda - Frankfurt

Ein Nadelöhr für den Schienenverkehr

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Rund 290 Fern-, Regional- und Güterzüge verkehren täglich auf der Strecke zwischen Frankfurt und Fulda - zu viel für nur zwei Gleise.

Gelnhausen - Das Kinzigtal ist ein Nadelöhr für den Bahnverkehr und die Strecke Fulda-Frankfurt heillos überlastet. Bis die Strecke ausgebaut wird, kann allerdings noch fast ein Jahrzehnt vergehen - vorausgesetzt, es gibt keine Klagen gegen das Projekt.

Der Aus- und Neubau der überlasteten Zugstrecke zwischen Fulda und Frankfurt kann nach Angaben der Deutschen Bahn frühestens im Jahr 2023 beginnen. Der Zeitrahmen könne aber auch nur gehalten werden, wenn es keine Klagen vor Gerichten gegen das Schienenprojekt gebe, sagte gestern eine Sprecherin der DB Netz AG in Gelnhausen. In der Stadthalle bekam das Unternehmen Hinweise zur Vorbereitung der Antragsunterlagen und des Raumordnungsverfahrens als nächster Planungsetappe.

Die DB Netz AG muss dem Regierungspräsidium Darmstadt zufolge, der nun federführenden Behörde, Prognosen zur Verkehrsentwicklung vorlegen und erläutern, welche Folgen die Schnellzug-Trasse auf Natur- und Wasserschutzgebiete haben könnte. Bei der Antragskonferenz in der Stadthalle kamen auch Bürgerinitiativen und Kritiker zu Wort. Sie befürchten vor allem mehr Lärm und Eingriffe in die Natur.

Im Kinzigtal verkehren zurzeit täglich rund 290 Züge wie in einem Nadelöhr, darunter Fern-, Regional- und Güterverkehr. Die Bahn hat zwei Vorschläge zur Entlastung. Option eins: Die bestehende Strecke im Kinzigtal von zwei auf vier Gleise erweitern. Option zwei: Neubau einer zweigleisigen Querspange von Gelnhausen durch den Spessart zur vorhandenen ICE-Trasse Würzburg-Fulda. Trassenkorridore stehen allerdings noch nicht fest. Einwendungen gegen das Projekt können dann im folgenden Raumordnungsverfahren und Planfeststellungsverfahren geäußert werden.

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dpa

Quelle: op-online.de

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