Wegen Korruption angeklagt

Bahnmitarbeiter und Unternehmer vor Gericht

Frankfurt - Heute hat der Korruptionsfall vor dem Frankfurter Landgericht begonnen, in dem ein Bahnbeamter und ein Bauunternehmer wegen Bestechung und Bestechlichkeit angeklagt sind. Der Beamte soll rund 50.000 Euro kassiert haben und sich dafür für Aufträge des Unternehmers eingesetzt haben.

Um Bestechung und Bestechlichkeit bei der Deutschen Bahn geht es seit Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt. Angeklagt sind ein Bahnbeamter und ein Bauunternehmer. Der Bahn-Mitarbeiter kassierte laut Staatsanwaltschaft Geld und Sachleistungen im Wert von insgesamt rund 50.000 Euro dafür, dass er sich für die Vergabe von Aufträgen an den Unternehmer einsetzte.

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Der 61 Jahre alte Beamte bestritt jedoch am ersten von neun geplanten Verhandlungstagen, Geld von dem Mitangeklagten kassiert zu haben. Er habe über die Vergabe von Bauaufträgen - Gleis- und Brückenbauarbeiten vor allem an der Rheinstrecke und in Bayern - gar nicht zu entscheiden gehabt. Der 59 Jahre alte Unternehmer gab allerdings an, an den Beamten Geld gezahlt zu haben. Dieser sei selbst an ihn herangetreten und habe ihn gebeten, Bauaufträge in Eigenregie ausführen zu können. Offenbar hatte der Beamte als Projekt-Ingenieur auch noch eine eigene Firma. Die Unregelmäßigkeiten erstreckten sich laut Anklage auf den Zeitraum zwischen 2006 und 2010.

dpa

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Quelle: op-online.de

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