Bahnstreik und seine Folgen

Chaos auf Straßen bleibt zunächst aus

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Frankfurt/Offenbach - Das befürchtete Chaos auf den Straßen wegen des Bahnstreiks ist zunächst ausgeblieben. Generell sei zwar mehr Verkehr zu verzeichnen, es gebe aber nicht erheblich mehr Störungen, teilte Hessen Mobil mit.

„Es läuft ein bisschen schwieriger“, sagte ein Sprecher. Die Lage sei bislang nicht so schlimm wie bei den vergangenen Streiks, erklärte auch die Polizei Mainz. Allerdings verzeichne man ein zunehmendes Verkehrsaufkommen. „Kurz vor acht Uhr läuft es so langsam zu“, sagte ein Polizeisprecher. Auch rund um Offenbach sind spürbar mehr Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Auf der A3, B45 und B43a staute sich der Verkehr in den Morgenstunden.

Der Lokführerstreik bringt den Schienenverkehr kräftig durcheinander. Im Fernverkehr fährt seit heute früh 2 Uhr nur etwa ein Drittel der Züge, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Im Nahverkehr schwanke der Anteil der fahrenden Züge je nach Region zwischen 15 und 60 Prozent. In Hessen dürfte der Anteil eher am oberen Rand liegen, da es hier deutlich mehr verbeamtete Lokführer gibt als etwa in Ostdeutschland. Die Bahn veröffentlichte inzwischen Notfahrpläne zu Regionalbahnlinien.

S-Bahnen fahren im Stundentakt

Im Rhein-Main-Gebiet werden die sonst eng getakteten S-Bahnen laut Bahn größtenteils nur stündlich verkehren, zwei Linien - die S7 und die S9 - entfallen komplett. Auf der Internetseite des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) hieß es, Regionalzüge und S-Bahnen im Verbundgebiet seien in „größerem Maße“ betroffen.

Nicht bestreikt werden Züge anderer Anbieter etwa der Hessischen Landesbahn oder von Vias. Ein Vias-Sprecher sagte, es sei der reguläre Betrieb geplant. „Es kann aber zu Gleisverlegungen oder zu Verspätungen wegen abgestellter Fahrzeuge kommen.“ Vias betreibt die Odenwaldbahn und die Rheingau-Linie zwischen Frankfurt und dem rheinland-pfälzischen Neuwied via Wiesbaden. Die städtische Verkehrsgesellschaft traffiQ aus Frankfurt betonte, U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse würden während des Lokführerstreiks voraussichtlich planmäßig fahren. Sie könnten S- und Regionalbahnen zwar nicht ersetzen, aber in vielen Fällen eine Alternative sein. Auch die Privatbahn Vlexx, die etwa Verbindungen zwischen Mainz und Frankfurt anbietet, wird normal fahren. Es sei aber mit „vereinzelten, leichten Verspätungen“ zu rechnen.

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dpa/dr

Quelle: op-online.de

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