Bange Stunden am Main

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Ein Offenbacher Feuerwehrmann beim Messen der Schadstoffe in der Luft. Es wurden der Feuerwehr zufolge keine erhöhten Werte festgestellt.

Frankfurt/Offenbach - Die Erleichterung war den Verantwortlichen auf der eilends einberufenen Pressekonferenz bei AllessaChemie deutlich anzumerken. Von Ralf Enders

Der Stickoxid-Unfall im Fechenheimer Werk am Freitag ist glimpflich verlaufen, die giftige, braun-gelbe Wolke hat sich im wahrsten Sinne in Luft aufgelöst. Die Kette von Alarm, Warnung der Bevölkerung und Unfallbekämpfung hat gut funktioniert.

Gut zwei Stunden lang waren die Menschen in Fechenheim, aber auch auf der anderen Mainseite in den Offenbacher Stadtteilen Bürgel und Rumpenheim aufgefordert, in die Häuser zu gehen und Türen und Fenster zu schließen. Die Leitungen von Schulen und Kindergärten waren angewiesen worden, die Kinder vom Nachhauseweg abzuhalten und bis zur Entwarnung zu betreuen.

Nun geht es an die Ursachenforschung

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Aufregung um Gift-Wolke

Um 15.12 Uhr Entwarnung: Die letzten Messungen in Rumpenheim meldeten Unbedenklichkeit. Den Feuerwehren zufolge wurden keine Grenzwerte überschritten. Der Frankfurter Brandschutz-Dezernent Volker Stein (FDP) sagte, dass außerhalb des Werksgeländes keine Gefahr für die Menschen bestanden habe. In dem Betrieb selbst erlitten drei Arbeiter leichte Hautreizungen. Nun geht es an die Ursachenforschung. Das Darmstädter Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde hat die Produktion in der betroffenen Betriebsstätte für Farbstoffprodukte vorerst gestoppt und untersucht den Vorfall. Als gesichert gilt, dass die in hoher Konzentration giftigen Stickoxide durch ein Sicherheitsventil ausgetreten sind.

Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) informierte sich im Werk und sagte auf der Pressekonferenz, was viele Anwohner und Helfer nicht nur im Hinterkopf hatten: „Vor dem Hintergrund der Situation in Japan ist das natürlich besonders unglücklich.“ Sie lobte die Arbeit der Helfer ausdrücklich.

Quelle: op-online.de

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