Beerdigung der Eltern nicht bezahlt: Haftstrafe

Frankfurt - Weil ein Bankkaufmann einem Bestattungsinstitut die Beerdigungskosten seiner Eltern schuldig blieb, muss er ins Gefängnis. Das Landgericht Frankfurt verurteilte den 52-Jährige heute zu einem Jahr Haft ohne Bewährung und wies damit seine Berufung gegen ein gleichlautendes Urteil des Amtsgerichts zurück.

Darüber hinaus war der Mann erst kurz vor den Schwindeleien mit den Beerdigungskosten wegen anderer Betrügereien zu einem Jahr und zehn Monaten Haft zur Bewährung verurteilt worden. Diese Strafe wird er voraussichtlich ebenfalls absitzen müssen.

Nachdem seine Mutter gestorben war, hatte der Bankkaufmann das Beerdigungsinstitut mit der Beisetzung beauftragt, zahlte aber die Kosten von rund 3000 Euro nicht. Kurze Zeit später starb auch der Vater. Um dem Beerdigungsinstitut vorzutäuschen, er habe das Geld für die Bestattung der Mutter doch gezahlt, zeigte er eine gefälschte Überweisungsbescheinigung vor.

Das Institut übernahm daraufhin auch die Beisetzung des Vaters, so dass sich die Gesamtkosten für das Unternehmen auf rund 7500 Euro summierten. Das Gericht monierte in seiner Entscheidung besonders den Umstand, dass der Angeklagte trotz einer Erbschaft von rund 20.000 Euro den Schaden nicht einmal ansatzweise wieder gut gemacht habe. Eine Erklärung dafür konnte der Angeklagte nicht anbieten.

dpa

Quelle: op-online.de

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