Basketballdrama entsteht in Frankfurt und Wiesbaden

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Die Schauspieler Max Riemelt (v.l.), Mark Wasche, Danny Huston und der israelische Regisseur Eran Riklis. Der Film handelt vom Leben des deutsch-israelischen Basketballspielers und -trainers Ralph Klein (1931-2008) und soll 2011 in die Kinos kommen.

Wiesbaden - Hessische Städte und Regionen boten schon Kulisse für zahlreiche Filmproduktionen. Derzeit wird in Frankfurt und Wiesbaden das internationale Basketballdrama „Playoff“ gedreht. Das Land schießt eine Million Euro zu und hofft auf weitere Projekte. Von Isabell Scheuplein, dpa

Die Rhein-Main-Hallen sind zu einer Basketballarena umfunktioniert, Kameras und Scheinwerfer aufgebaut. Ein internationales Film-Team dreht derzeit in Wiesbaden das Basketballdrama „Playoff“, das sich am wechselvollen Leben des Trainers und Holocaust-Überlebenden Ralph Klein orientiert. Auch in Frankfurt lief Regisseur Eran Riklis mit seiner umfangreichen Crew bereits auf. Das Land Hessen unterstützt die Dreharbeiten mit einer Millionen Euro und hofft, weitere internationale Filmproduktionen anziehen zu können.

„Wir sind sehr froh und stolz, dass das Projekt nach Hessen kam“, sagte Günter Schmitteckert vom Kunstministerium am Mittwoch am Rande der Dreharbeiten in Wiesbaden. Die eine Million Euro für „Playoff“ stammen aus dem Förderprogramm HessenInvestFilm, das zuletzt zum dritten Mal aufgelegt und mit 20 Millionen Euro für die kommenden vier Jahre ausgestattet wurde.

Werbung für das Bundesland

Das Land sieht darin Wirtschaftsförderung, wie Schmitteckert erklärt: Filmproduktionen schafften Arbeitsplätze und machten Umsatz in Hessen. Dazu komme die Werbung für das Bundesland, wenn seine Regionen und Städte in den Filmen auftauchten.

Der Schauspieler Max Riemelt in der Rolle des Thomas (links) und der US-amerikanische Schauspieler Danny Huston (Mitte) in der Rolle des Basketballtrainers Max Stoller posieren in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden am Filmset zum Kinofilm "Playoff".

Darauf legt der Förderer auch wert. Die fünf Millionen Euro Produktionskosten für „Playoff“ finanziert Hessen zu einem Fünftel. Und so kehrt der nach Israel emigrierte Basketballtrainer im Film als neuer Nationaltrainer in seine Heimatstadt Frankfurt zurück - im wahren Leben wuchs Klein in Berlin auf und trainierte nach seiner Rückkehr zunächst den BSC Saturn Köln. Doch mit der Abweichung in der Biografie kann die deutsch-französisch-israelische Koproduktion bis auf einen Tag komplett in Wiesbaden und Frankfurt gedreht werden. Hessische Städte und Landstriche boten in den vergangenen Jahren Kulisse für zahlreichen Filme.

Ziel: Mehr Filme in Hessen produzieren

Beliebt ist dabei nicht nur die Frankfurter Skyline, sondern auch das Kloster Eberbach oder die Bergstraße - wo schon indische Filme entstanden mit begeisterten Bollywood-Produzenten, die die schöne Landschaft und die gut erhaltenen Altstädte lobten. Unter anderem in der Eberbacher Klosteranlage entstand „Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen“. Komplett in Darmstadt gedreht wurde die Studentenkomödie „13 Semester“.

Künftig sollen noch mehr nationale und internationale Filme in Hessen produziert werden, wie Schmitteckert sagte. Das Basketballdrama „Playoff“ soll helfen, weitere große Produktionen anzuziehen und den Filmstandort Hessen zu stärken. Noch dieses Jahr auf dem Programm stehen unter anderem zwei Komödien, die im Herbst in Frankfurt entstehen sollen sowie ein Familiendrama mit Dreharbeiten an der Bergstraße.

Quelle: op-online.de

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